Gemeinde stellt sich gegen 380-kV-Leitung

Windräder und Wohnhäuser sollen Stromtrasse verhindern

Wardenburg/Großenkneten - Wohnbebauung und Windräder sollen verhindern, dass die 380-kV-Leitung von Conneforde (Ammerland) nach Merzen (Osnabrück) durch die Gemeinde Großenkneten führt. Die Trasse F durch den Landkreis Oldenburg ist eine von mehreren Varianten, die die Netzbetreiber Tennet und Amprion derzeit erwägen.

Großenkneten führt ins Feld, dass das Dorf Bissel und das dortige Sondergebiet Wind sowie der Wohnpark Ahlhorn, die allesamt im Grobkorridor der Trasse F liegen, zu große Raumwiderstände für die Leitung sind. Am Mittwochabend stellten Bürgermeister Thorsten Schmidtke und Bauamtsleiter Erhard Schröder im „Oldenburger Hof“ in Wardenburg die Sicht ihrer Gemeinde auf das Projekt vor.

Schwerwiegende Raumwiderstände

Mit dem Naturpark Wildeshauser Geest und einem europäischen Vogelschutzgebiet gibt es noch weitere Raumwiderstände, aber diese sind nicht so schwerwiegend wie Wohnbebauung. Schröder wies auch darauf hin, dass das Naturschutzgebiet Ahlhorner Fischteiche zwar nicht mehr innerhalb des Korridors liegt, aber Auswirkungen auf Brutvögel denkbar wären. „Wir sehen die Beeinträchtigungen und sprechen uns vehement gegen einen Verlauf durch die Gemeinde aus“, so Schröder.

Ob die Einschränkungen der Planungen, die das Amt für regionale Landesentwicklung für den Landkreis Vechta getroffen hatte (wir berichteten), auch den Landkreis Oldenburg betreffen, ließ Tennet auf Nachfrage unserer Zeitung offen. Das Unternehmen bereite die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren vor. Dazu gehöre auch die Variante F entlang der A 29 und A 1. „Nach jetziger Planung werden wir im Frühjahr unsere Vorzugsvariante benennen können.“

Wenn dies geschehen ist, hat die Gemeinde die Chance, ihre Bedenken im Raumordnungsverfahren noch einmal vorzubringen. Auch das daran anschließende Planfestfeststellungsverfahren bietet diese Möglichkeit. Wenn alles nichts hilft, bleibt noch die Möglichkeit, zu klagen. Und zwar vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Die auch von der Trasse F betroffene Gemeinde Wardenburg hatte bereits in der Vergangenheit Widerstand signalisiert. Sie stattete sogar eine Bürgerinitiative mit entsprechenden Protestschildern aus.

bor

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