Schäden am Hunteufer / Wanderwege unsicher

Wasseracht fühlt sich nicht zuständig

Die Aufnahme aus dem Februar illustriert die Sorgen der Gruppe „Unabhängige“. - Foto: Grallert

Großenkneten - Die Gruppe „Unabhängige“ im Großenkneter Rat beklagt den Zustand des Ufers der Hunte im Bereich des Barneführer Holzes und bei Sannum. Die Hunte-Wasseracht fühlt sich dafür jedoch nicht zuständig. Bereits im Februar hatte Carsten Grallert, Sprecher der Gruppe, sich wegen der Erosionsschäden und der Folgen für die Wanderwege entlang des Flusses an die Gemeindeverwaltung und die Öffentlichkeit gewandt (wir berichteten). Nun liegt ein vierseitiges Antwortschreiben des Wasseracht-Geschäftsführers Hans Dieter Buschan vor. Ob dessen Ausführungen Grallert glücklich machen, darf allerdings bezweifelt werden.

Der Verband könne „allein aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen die von der Gruppe ,Unabhängige‘ angesprochenen Erhaltungsmaßnahmen zum Schutz des Ufers und damit auch des Uferwegs nicht umsetzen“, führt Buschan in dem Schreiben aus, das auch dem Landkreis Oldenburg vorliegt. Zudem sei die Gewährleistung der Verkehrssicherheit für die Wege entlang des Flusses „nicht Aufgabe des Verbandes“ und könne das auch nicht werden. Dabei handele es sich um offiziell nicht ausgewiesene Wanderpfade.

Mit rechtlichen Rahmenbedingungen meint der Ingenieur, dass die Wasseracht verpflichtet ist, „die bestehende Situation am Gewässer nicht durch Unterhaltungsmaßnahmen zu beeinträchtigen (verschlechtern), sondern grundsätzlich über die Pflege und Entwicklung des Gewässers als Bestandteil der Unterhaltung einen guten ökologischen Zustand oder das gute ökologische Potenzial (Verbesserung) zu erreichen“, heißt es in dem Schreiben.

Während der Sitzung des Infrastrukturausschusses am Donnerstag, 25. August, ab 17 Uhr im Großenkneter Rathaus vertritt Buschan seine Sicht der Dinge. Er steht für Fragen zur Verfügung. - bor

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