Vorsichtige Hoffnung auf Millionenzuschüsse

Ahlhorn könnte ins Förderprogramm „Soziale Stadt“ kommen

Großenkneten - Von Ove Bornholt. Als die SPD am Sonntag verkündete, dass eine Mehrheit der Mitglieder für eine Regierung ist, dürfte sich die Spitze der Großenkneter Verwaltung gefreut haben. Denn diese Entscheidung ermöglicht nicht nur eine baldige Regierungsbildung, sondern danach auch einen Beschluss über die Aufnahme Ahlhorns ins Bauförderungsprogramm „Soziale Stadt“.

Maximal könnten Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von gut 13 Millionen Euro getätigt werden. Die Kosten teilen sich Gemeinde, Land und Bund zu je einem Drittel. Eine Kommission des Bundesumweltministeriums hatte sich vor Kurzem einen Überblick über die Lage in dem 8.000-Einwohner-Ort gemacht. „Wir konnten den Ausführungen entnehmen, dass wir gute Chancen haben, ins Programm aufgenommen zu werden“, sagte Gemeinderat Klaus Bigalke am Montagabend während einer Sitzung des Gemeinderats. Und nicht nur das: Auch Baumaßnahmen, die anlaufen, bevor Ahlhorn offiziell Zugang zu der Förderung erhält, können bezuschusst werden, informierte er die Politik. Bisher war man davon ausgegangen, dass zum Beispiel für den Neubau einer Kindertagesstätte keine „Soziale Stadt“-Mittel fließen würden.

Diese beiden guten Nachrichten krönten eine äußerst harmonische Ratssitzung, in der alle Beschlüsse einhellig gefällt worden waren. So stimmte die Politik der Ausweisung eines gut sechs Hektar großen Baugebiets in Ahlhorn zu, welches wohl auch benötigt wird. Bürgermeister Thorsten Schmidtke berichtete, dass es nur noch einen Bauplatz in der gesamten Gemeinde gibt, der nicht reserviert ist. Dabei handelt es sich um eine Fläche in Döhlen. Für die 40 Baugrundstücke in dem geplanten Gebiet in Ahlhorn haben sich bereits 42 Interessenten gemeldet. In dem Areal ist auch eine Kindertagesstätte vorgesehen, die je nach Bedarf erweitert werden kann. Mit der Ausweisung erfolgt zudem ein Lückenschluss in Ahlhorn.

Ebenso gab der Rat grünes Licht für den Bebauungsplan für ein neues Feuerwehrhaus in Huntlosen. Auch wenn die Politik den Plänen zustimmte, die sich nach den Wünschen der Feuerwehr richten, meldete sich Carsten Grallert (KA) kritisch zu Wort: „Das Verfahren ist nicht optimal gelaufen.“ Die Planungen für das Feuerwehrhaus und die Verlegung einer Bushaltestelle seien nicht parallel abgehandelt worden, bemängelte der Ratsherr. Es gibt unter den Anwohnern Widerstand gegen die Verschiebung der Haltestelle. Darüber wird aber erst später entschieden.

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