„Kommunale Alternative“ beantragt Veränderung der Ortsdurchfahrt

Verwaltung lehnt Kreisel in Sage ab

Ortsdurchfahrt Sage: Die Kommunale Alternative wünscht sich einen Kreisel. Foto: Googlemaps

Sage – Stellt in Sage die Kreuzung der „Sager Straße“ (L  870, die Durchgangsstraße in Richtung Oldenburg) und des „Dorfkamps“ (L 871) eine Gefahrenstelle dar, die besser durch einen Kreisverkehrsplatz – sprich: einen Kreisel – entschärft werden sollte? Die „Kommunale Alternative“ (KA) im Rat der Gemeinde Großenkneten ist dieser Meinung – und hat einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gestellt. Dieser findet sich auf der Tagesordnung der Sitzung des kommunalen Infrastrukturausschusses wieder, der am Donnerstag, 27. Februar, ab 17 Uhr im Kneter Rathaus tagt.

Diese Maßnahme sei bereits im Rahmen der Dorferneuerung Sage/Sage-Haast vorgesehen gewesen, heißt es in dem Schreiben der KA. Bei einer Ortsbegehung der Fraktion, an der auch Einwohner teilgenommen hatten, sei unter anderem die Kreuzungssituation kritisch zur Sprache gekommen, heißt es in dem von Carsten Grallert unterzeichneten Antrag. Dies in Bezug auf die Sicherheit von Fußgängern, Radfahrern und hierbei insbesondere von Schulkindern. So müsse die Querung der sehr weit ausgeführten Einmündung der L 871 faktisch über drei Fahrstreifen passiert werden, da die Straße dort über keine Mittelinsel verfügt. Zu bedenken sei zudem, dass sich in der Nähe der Kreuzung zwei Bushaltestellen befinden, die auch von Schulbussen genutzt werden.

„Die Fußgängerampel im Bereich der Einmündung Garreler Straße ist hierbei für viele zu weit weg und daher keine Alternative zur sicheren Querung“, kommentiert Grallert die Situation. Da die Zeiten des morgendlichen Berufs- sowie des Schulwegverkehrs zusammenfallen, sei die Straßenquerung nach Auffassung der KA in diesen Bereichen „sehr gefahrenträchtig“, nicht zuletzt in der dunklen Jahreszeit. Der derzeitige Ausbau der „Sager Straße“ begünstige zudem hohe Geschwindigkeiten des Durchgangsverkehrs.

Als Vorteile, die sich aus der Schaffung eines Kreisels ergeben, nennt die KA unter anderem die „Erleichterung und Sicherung der Querung für Fußgänger und Radfahrer, eine Senkung des Geschwindigkeitsniveaus und darüber hinaus die gestalterische Aufwertung der Ortsmitte.

Die Gemeindeverwaltung lehnt einen Kreisel in dem Bereich ab und führt in der Sitzungsvorlage mehrere Gründe dafür an: So habe die zuständige Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburger Land das Unfallgeschehen der Jahre 2017 bis 2019 auf einen Antrag der Gemeinde hin ausgewertet. Dieses sei an dem Knotenpunkt „weder quantitativ noch hinsichtlich der Unfallfolgen besonders auffällig“. Weder Radfahrer noch Fußgänger seien an Unfällen beteiligt. Unangepasste Geschwindigkeiten seien zudem „nicht unfallursächlich“. Zudem bestehe in dem Bereich ein „gleichmäßiger Verkehrsablauf“, der nicht optimiert werden müsse, so die Verwaltung. Zwar treffe es zu, heißt es in der Vorlage, dass die Maßnahme im Zuge der Dorferneuerung vorgesehen war. Dies scheiterte seinerzeit jedoch an dem dafür erforderlichen Grundstückserwerb. Dies sei weiterhin der Fall: „Die Grundstückseigentümerin ist nach wie vor nicht bereit, die notwendigen Flächen zur Verfügung zu stellen.“

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