13 Verteilerstationen sollen in der Gemeinde Großenkneten aufgerüstet werden

EWE will 1700 Haushalten schnelleres Internet bieten

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Bauamtsleiter Erhard Schröder (von links), Bürgermeister Thorsten Schmidtke und EWE-Kommunalbetreuer Andreas Roshop zeigen auf einer Karte der Gemeinde Großenkneten Bereiche an, in denen das Unternehmen schnelleres Internet anbieten will.

Grossenkneten - Von Ove Bornholt. Größere Siedlungen in der Gemeinde Großenkneten bekommen in Zukunft besseres Internet von der EWE. Doch es gibt auch Bereiche, die außen vor bleiben.

In einer Größenordnung von 500000 Euro investiert die EWE in die Aufrüstung von 13 Verteilerstationen in der Gemeinde Großenkneten. Damit sollen bis kommenden Sommer rund 1700 Haushalte schnelleres Internet von dem Oldenburger Anbieter bekommen können. Zum Vergleich: Es gibt geschätzt 5000 Haushalte in der Kommune.

Die meisten der potenziellen EWE-Neukunden dürfen mit mehr als 30 Megabit pro Sekunde rechnen, meinte EWE-Kommunalbetreuer Andreas Roshop, der die Pläne am Dienstag im Rathaus vorstellte. Der individuelle Wert kann allerdings deutlich darunter liegen. Dafür sind zum Beispiel Flickstellen in den Leitungen verantwortlich. Bei dem Ausbau konzentriert sich der Versorger auf Ahlhorn, Halenhorst, Hellbusch, Hespenbusch-Pallast und Sage sowie Huntlosen und Großenkneten.

Damit bleiben Haushalte westlich der A29 außen vor. Hier ist vor allem Bissel zu nennen. „Die Autobahn zu überwinden, ist teuer“, begründete Roshop den deutlichen Schnitt. Zudem ist die Gegend dünn besiedelt. Und ohne dass die Firma die Chance sieht, Geld mit neuen Anschlüssen zu verdienen, will sie nichts investieren. Auch die Telekom konzentriert ihr Internet-Angebot in der Gemeinde auf die „Ballungszentren“ Huntlosen, Großenkneten, Sage, Döhlen und Ahlhorn. Weitere Pläne für den Ausbau weist das Unternehmen auf seiner Internetseite nicht aus.

Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke freute sich über die Initiative der EWE. Internetverbindungen seien zu einem wesentlichen Standortfaktor geworden. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, um Roshop auf weitere Gebiete aufmerksam zu machen, die eine Aufrüstung vertragen könnten. Zum Beispiel den Wohnpark für Arbeiter in Ahlhorn. Dort bestünde sicherlich ein Wahnsinnsbedarf, so Schmidtke.

Der EWE-Vertreter tippte flugs ein paar Mal auf seine Laptop-Tastatur und hatte die Zahl von Haushalten parat, die nicht von seinem Arbeitgeber versorgt werden können: 48. „Da müssen wir nochmal rechnen“, meinte er.

Es sind Außenbereiche wie dieser, die Schmidtke Sorgen machen. „In Ballungsgebieten entwickeln Versorger das Internet“, meinte er. Dort sei Wirtschaftlichkeit gegebenen. Aber für Gebiete wie Bissel müsste ein Förderszenario her, so Roshop.

Hierzu hatte der Landkreis Oldenburg eine groß angelegte Umfrage erarbeitet, deren Ergebnisse im Juni bekannt wurden (wir berichteten). Damals hieß es, der Landrat und die Bürgermeister der Kommunen müssten noch über das weitere Vorgehen beraten. Heute – viereinhalb Monate später – steht der Fahrplan: Die Ergebnisse der Umfrage sollen Ende November, Anfang Dezember in den jeweils zuständigen Ausschüssen der Gemeinden vorgestellt werden. Anschließend berät die Politik darüber, wo der Bedarf am größten ist.

Wenn dieser Schritt abgeschlossen ist, kommen Anfang April die Bürgermeister mit dem Landrat noch einmal zusammen, bevor die Bedürfnisse im Landkreis an den Bund gemeldet werden. Dieser will mit einem Programm zur Förderung des Breitbandausbaus rund zwei Milliarden Euro ausschütten.

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