Turnhalle in Huntlosen nach einjähriger Sanierung feierlich übergeben

Erfreuliches Ende eines „ziemlich steinigen Wegs“

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Jürgen Hellbusch übergibt Magrit Janßen, Rektorin der Grundschule, den symbolischen Schlüssel.

Huntlosen - Die Kinder in Huntlosen (Gemeinde Großenkneten) können wieder in der Turnhalle spielen und Sport treiben: Ein Jahr nahmen die Sanierungsarbeiten in Anspruch, am Montag wurde die Halle feierlich wiedereröffnet.

Entstanden ist eine moderne Sportstätte, die ab sofort von den Grundschülern und den beiden Vereinen TV und FC Huntlosen genutzt werden kann. Wie das aussieht, zeigten die Viertklässler unter der Leitung von Frank Schulte und die Geräteturnerinnen um Petra Göpel sowie Steffi Nowak mit verschiedenen sportlichen Darbietungen.

Großenknetens stellvertretender Bürgermeister, Jürgen Hellbusch, übergab der Rektorin der Grundschule, Magrit Janßen, einen symbolischen Schlüssel. Er hob hervor, dass das Gebäude nun modernen Ansprüchen genüge, auch in energetischer Hinsicht. Dafür hatte die Gemeinde tief in die Tasche gegriffen: 1,08 Millionen Euro kostete die Sanierung, Fördermittel ließen sich nicht generieren.

Andererseits: Auch die häufigen Reparaturen haben auf Dauer viel Geld verschlungen. Seit 1972 ist die Turnhalle in Betrieb. „Zu seiner Zeit war die Bauweise mit Glasbausteinen versehenden Außenmauern hoch modern“, erklärte Hellbusch. „Doch aus heutiger Sicht entsprach das längst nicht mehr den energetischen Standards, eine Wärmedämmung war kaum vorhanden.“

Das Sanierungskonzept stammte vom Dötlinger Architektenbüro Behrends, das auch die Wünsche des Turnvereins berücksichtigte, einen zusätzlichen Neubau des Geräteraums in die Planung mit einzubeziehen. In den Sommerferien des vergangenen Jahres begannen die Arbeiten. Letztlich dauerte die Fertigstellung länger und wurde teurer als ursprünglich gedacht. „Es war ein ziemlich steiniger Weg in der Bauphase und es war nicht immer ganz einfach. Doch nach 10000 Planer- und Facharbeiterstunden konnten wir etwas Vernünftiges abliefern“, berichtete Architekt Wolfgang Behrends.

Dafür hat das Gebäude nun faktisch Neubaustandard. „Wir haben auch mit Blick auf die Kosten für Bewirtschaftung und Unterhaltung Wert auf Nachhaltigkeit gelegt“, betonte der stellvertretende Bürgermeister. Das frühere Flachdach wurde durch ein geneigtes Tonziegeldach ersetzt und es erfolgte eine Erneuerung der tragenden Dachkonstruktion. Die alte Fassade aus Glasbausteinen ist komplett entfernt und stattdessen mit Fenstern und Türen aus Leichtmetall versehen worden. Von Außen ist das gesamte Gebäude mit Klinkervormauerziegeln verblendet, damit es sich ins landschaftliche Bild einfügt. Die Wärmeversorgung erfolgt über ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk.

„Jetzt sind wir im 21. Jahrhundert angekommen und können mit einer modernen Turnhalle unseren Sportbetrieb fortsetzen. Es ist nicht selbstverständlich, dass die Gemeindeverwaltung so viel Geld in ihre Sportstätten investiert“, lobte die erste Vorsitzende des TV Huntlosen, Marion Erdmann. Als sie vor fünf Jahren den Vorsitz übernommen hatte, war sie über den baulichen Zustand sehr erschrocken.

jb

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