Sprachtreff in Ahlhorn beteiligt sich an der interkulturellen Woche

Syrer, Iraker, Iraner und Türken lernen gemeinsam

Volles Haus beim Sprachtreff: 25 bis 40 Migranten beteiligen sich regelmäßig an den Veranstaltungen in Ahlhorn. - Foto: Beumelburg

Ahlhorn - An der noch bis Sonnabend laufenden interkulturellen Woche in der Gemeinde Großenkneten beteiligen sich viele Ehrenamtliche, die helfen, Flüchtlinge zu integrieren. Zum Beispiel beim Sprachtreff im Dorfgemeinschaftshaus in Ahlhorn. Dort kommen dienstags von 16 bis 17.30 Uhr Menschen aus dem Irak, der Türkei, Iran und Syrien zusammen, um über ihre Heimat und ihr neues Leben in Deutschland zu sprechen. Einzige Bedingung ist: Es wird versucht, Deutsch zu reden, um die Sprache entsprechend zu fördern. Die Migranten treffen regelmäßig auf Annelene Theile, Irene Bachmann, Anja Menkens-Clausen, Erika Koronowski, Maria Lemke, Heike Magdeburg und Hansjörg Keyser, die die Treffen gestalten. „Es ist eine Veranstaltung außerhalb der eigentlichen Deutschkurse, bei der die Menschen, egal ob Frauen, Männer oder Kinder, aus jedem Land zusammenkommen sollen“, betonte Koronowski. So geschehen auch an diesem Dienstag im Rahmen der interkulturellen Woche.

Statt die Deutschkenntnisse aufzubessern, zeigten die Ehrenamtliches dieses Mal allerdings eine Reihe von Fotos der bisherigen Ausflüge. Diese gehören zum Programm und führten schon in den Freizeitpark Thüle, nach Bremerhaven und ins Cloppenburger Museumsdorf. Die Termine sind besonders für die Kinder Höhepunkte. „Unsere Mitbewohner sollen auch über die Gemeindegrenze hinaus Land und Leute kennenlernen“, sagte Kayser, der seit Beginn des Sprachtreffs dabei ist. Zusammen mit Koronowski, Lemke, und Magdeburg bildet er den harten Kern unter den Betreuern.

Waren anfangs im Februar nur wenige Teilnehmer dabei, werden es nun von Woche zu Woche immer mehr und inzwischen sind es zwischen 25 und 40 Frauen, Männer und Kinder mit Migrationshintergrund, die die Sprachförderung nutzen, berichteten die Ehrenamtlichen. Überwiegend handelt es sich um Syrer und Iraker.

„Da wir auch viele dabei haben, die weder lesen noch schreiben können, ist es oft schwierig, sich zusätzlich um die Mädchen und Jungen zu kümmern, für die wir extra eine Spielecke eingerichtet haben, wenn die Eltern lernen“, sagte Lemke, die auf mehr Ehrenamtliche, zum Beispiel Schüler, hofft. Die Kinder seien wichtig, weil sie oft schneller Deutsch lernten als die Erwachsenen und die Sprachbarriere so in einigen Fällen mildern.

bor/jb

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