Synode gibt weitere 2,36 Millionen Euro für den Aus- und Umbau der Einrichtung frei

Beim Blockhaus Ahlhorn explodieren die Kosten

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Im März feierte die Einrichtung das Ende des ersten von drei geplanten Bauabschnitten mit einem Tag der offenen Tür. Archivfoto: Tenbrink

Ahlhorn/Rastede - Die Synode der evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg stellt weitere 2,36 Millionen Euro für den Aus- und Umbau der Jugendfreizeitstätte „Blockhaus Ahlhorn“ zur Verfügung. Die tatsächlichen Kosten überschritten die Planungen deutlich, sagte die Vorsitzende des Finanzausschusses, Friederike Meyer, am Freitag vor dem in Rastede (Landkreis Ammerland) tagenden Kirchenparlament. Ursprünglich sah das bauplanerische Konzept Kosten von 3,5 Millionen Euro vor.

Die enorme Steigerung der nun benötigten Gelder beruhe auf dem Ausbau der alten Zisternen und der Rohrleitungssysteme innerhalb eines Naturschutzgebietes, erläuterte Meyer. Außerdem müsse das Seehaus nun doch neu gebaut werden. Dies sei notwendig, da eine Renovierung des bisherigen Gebäudes keine hinreichende Gestaltungsmöglichkeit biete, erklärte Meyer. Finanziert werden diese zusätzlich benötigten Mittel aus einer Rücklagenentnahme.

Die Synode hatte im Mai 2013 beschlossen, die ganze Anlage für 3,5 Millionen Euro bei laufendem Betrieb behindertengerecht zu sanieren. Der Startschuss fiel im November vergangenen Jahres, im März feierte die Einrichtung das Ende des ersten von drei Bauabschnitten mit einem Tag der offenen Tür (wir berichteten).

Die Einrichtung hatte über Jahre hinweg Verluste gemacht, weil sie die Standards moderner Häuser dieser Art nicht mehr erfüllte. Die Kirche hatte das Haus 1946 von der britischen Militärregierung übernommen und nutzt es seitdem für Jugendfreizeiten. Die 180 Betten im Blockhaus waren zuletzt nur noch zu knapp 40 Prozent ausgelastet.

Ahlhorn bleibe ein Zuschussbetrieb, auch wenn sich die Auslastung trotz der Umbaumaßnahmen verbessert habe, so die Vorsitzende des Finanzausschusses. Aber sie betonte: „Es ist eine Investition in die Zukunft.“ Bislang kommen die meisten Gäste aus der oldenburgischen Kirche. Künftig sollen verstärkt auch Schul- und Konfirmandengruppen aus anderen Regionen geworben werden, um die Nutzung zu steigern.

In den vergangenen Jahren wurde in der Synode immer wieder über das defizitäre Blockhaus gestritten. Skeptiker meinten, solche großen Häuser seien nicht mehr nötig. Befürworter unterstrichen, die Kirche brauche einen Identifikationsort mit besonderem Charakter für ihre Jugendarbeit.

epd/ten

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