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Buntes Zeichen für den Zusammenhalt

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Ein „Strick-Tipi“.
Das „Strick-Tipi“ im Quartier „Neu-Donnerschwee“ in Oldenburg. © Kolozis

Ahlhorn – Sie sind ein buntes Zeichen für Vielfalt und Gemeinschaft und nicht zuletzt eines für Zusammenhalt: Bislang soll es weltweit 35 „Strick-Tipis“ geben, darunter in New York, Berlin, Kenia, Brüssel, Oldenburg – und, wenn alles klappt, ein weiteres in Ahlhorn. Das ist der Wunsch der Quartiermanagerin Alexandra Kolozis von den Johannitern, die sich im Auftrag der Gemeinde Großenkneten in dem Ort um die Einwohner des sozialen Brennpunktes kümmert.

Die Besonderheit des Zeltes ist seine Entstehung: Denn es setzt sich aus vielen Woll-Flicken zusammen, die miteinander verbunden werden. „Nun heißt es für alle Ahlhorner: ,An die Stricknadeln‘“, heißt es denn auch in dem Aufruf der Kommune. Es gibt einiges zu tun, denn benötigt werden 1 200 gestrickte oder gehäkelte Einzelteile im Format 15 mal 15 Zentimeter.

Die einzelnen „Bausteine“ sollen unter Anleitung der Künstlerin und Initiatorin Ute Lennartz-Lembeck (Remscheid) zu einem großen „Strick-Tipi“ zusammengefügt werden. „Jeder kann mitmachen – egal, wie er gestrickt ist,“ erläutert sie die Aktion in der Mitteilung der Gemeinde. Es sei wichtig, Acrylwolle oder ein Garn mit hohem Kunstfaseranteil zu verwenden, da das Zelt im Freien aufgebaut werde. Außerdem sollten die Anfangs- und Endfäden vernäht werden. Die Tipi-Aktion ist ein urheberrechtlich geschütztes Kunstprojekt.

In Oldenburg gesehen

Kolozis hatte das „Strick-Tipi“ in Oldenburg entdeckt, als die Quartiersmanagement ihre Kollegen vom Stadtteiltreff Kreyenbrück besuchte. „Ich war stark beeindruckt von dem Kunstwerk und der vielen Handarbeit. Jedes Einzelteil war mit so viel Leidenschaft gefertigt. Einige Quadrate wurden mit Blumen bestickt, andere in mehreren Farben und den verschiedensten Mustern“, wird sie zitiert. Daraufhin suchte sie den Kontakt zu der Künstlerin, die ihr erklärte, dass es bei der Herstellung sinnbildlich um das Zusammenbringen einzelner Stücke gehe, die wiederum zu einem Ganzen zusammengefügt werden.

Als Gemeinschaftsprojekt mit dem ambulanten Hospizdienst der Johanniter in Ahlhorn soll nun „ein buntes ,Strick-Tipi‘ für ein buntes Ahlhorn“ entstehen. Das farbenprächtige Patchwork-Ergebnis soll zur „Interkulturellen Woche“ Ende September bei der evangelischen Kirche in Ahlhorn aufgebaut werden. „Pastorin Christine Vieth hatte die Idee, das Tipi zum Erntedankfest aufzustellen und das passte nicht nur thematisch, sondern auch zeitlich wunderbar“, berichtet Kolozis.

Tipi soll Gemeinschachaft stärkern

Entstehen sollen die Woll-Quadrate in gemeinschaftlicher Arbeit: Gestrickt wird ab dem morgigen Mittwoch um 15 Uhr im Nachbarschaftstreffpunkt „Zeppelin“ an der Zeppelinstraße 2 in Ahlhorn. Dort dürfen auch bereits fertige Flicken abgegeben werden, erläutert die Initiatorin. Gefördert wird das Kunstprojekt in Höhe von 2 000 Euro mit Mitteln des Verfügungsfonds des Projekts „Sozialer Zusammenhalt“ für Ahlhorn.

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