„Stress und Sprung ins kalte Wasser haben sich gelohnt“

Veranstalter sind zufrieden mit Premiere der Großenkneter „Plattdeutschen Woche“

+
Mit NDR-Moderatorin Ilka Brüggemann (Mitte) endete die von Arne Kunz (Gemeinde), Sylvia Varnhorn und Margret Hesselmann (beide Plattdeutschbeauftragte, von links) organisierte erste „Plattdüütsche Week“ in Großenkneten. Hartmut Giese (stellvertretender Bürgermeister) sprach ein Grußwort.

Großenkneten - Die erste „Plattdeutsche Woche“ in der Gemeinde Großenkneten ging am Donnerstagabend mit dem Auftritt der NDR-Moderatorin Ilka Brüggemann im Gasthaus Kempermann zu Ende. Und die Veranstalter sind mehr als zufrieden mit der Premiere.

„Der verflixte Stress und der Sprung ins kalte Wasser haben sich gelohnt“, freut sich die Plattdeutschbeauftragte Margret Hesselmann aus Huntlosen, die die Veranstaltung gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Sylvia Varnhorn aus Ahlhorn und Arne Kunz von der Gemeinde organisiert hatte. „Ich denke, es gibt ein Echo, sodass die plattdeutsche Sprache stärker gefördert wird“, hofft Hesselmann, die sich bei allen Beteiligten bedankt, die ihr Wissen und Können sowie ihre Freizeit eingebracht haben.

Wiederholung denkbar

Noch liegen den Veranstaltern keine Besucherzahlen für alle Veranstaltungen vor, doch schon jetzt ist auch Verwaltungsmitarbeiter Kunz zufrieden. Es habe viel Spaß gemacht, und es gebe positive Rückmeldungen. „Der Gedanke an eine Wiederholung ist im Hinterkopf.“

Vom 30. März bis jetzt gab es zehn Veranstaltungen in Großenkneten, Ahlhorn und Huntlosen. Den Auftakt machte Gerd Spiekermann. „Wir haben mit einem ,Platt-Promi‘ angefangen und aufgehört“, meint Hesselmann. Und der Abschluss kam, obwohl nicht der eigentlich angekündigte und erkrankte Jan Graf auftrat, beim Publikum gut an.

Plattdeutsch-Stunden für den Bürgermeister?

Musikalisch eingerahmt vom Großenkneter Männergesangverein Liederkranz gab Brüggemann allerlei Döntjes unter anderem aus ihrem Buch „Is dat to glöven“ zum Besten. Sie stellte beispielsweise erstaunt fest, dass Wäschekörbe keinen Männernamen wie „Horst“ haben, sondern „Hildegard“ heißen. Auch über Stribber im Baumarkt klärte sie das Publikum auf. Damit gemeint ist übrigens eine Maschine zum Teppichschneiden. Auch auf die Frage, warum Männer und Frauen oft so unterschiedlich ticken, ging sie ein.

Auch wenn alle zufrieden waren, hatte der stellvertretende Bürgermeister Hartmut Giese, der das Grußwort sprach, dann doch noch einen „wunden Punkt“ gefunden. Bürgermeister Thorsten Schmidtke hatte gesagt, er verstehe zwar Platt, könne es aber nicht sprechen. Das will Giese ändern. Er kündigte scherzhaft an, dass Schmidtke ab sofort Extrastunden im Rathaus verordnet bekommen hat, um Plattdeutsch zu pauken. „Ich habe unserem Bürgermeister auferlegt, sich mindestens zwei Stunden pro Woche mit der niederdeutschen Sprache auseinanderzusetzen“, so Giese.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Terror in Spanien: Polizei vermutet organisierte Zelle

Terror in Spanien: Polizei vermutet organisierte Zelle

Sommerfest der SPD in Verden 

Sommerfest der SPD in Verden 

Einweihung des Feuerwehrhauses Leeste

Einweihung des Feuerwehrhauses Leeste

Zeremonie für Friedens-Buddha in Bremen

Zeremonie für Friedens-Buddha in Bremen

Meistgelesene Artikel

Polizei fahndet nach Sexualstraftäter

Polizei fahndet nach Sexualstraftäter

Schwer verletzter Unfallfahrer stundenlang im Auto eingeklemmt

Schwer verletzter Unfallfahrer stundenlang im Auto eingeklemmt

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Polizei fasst Oldenburger Sexualstraftäter in Brandenburg

Polizei fasst Oldenburger Sexualstraftäter in Brandenburg

Kommentare