Einheitliche Behandlung von Kreisverkehrsplätzen gefordert

Standort des Kreisels ist entscheidend

Luftaufnahme eines Kreisels
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Sie liegen Luftlinie keine 500 Meter voneinander entfernt, doch gelten an den beiden Huntloser Kreiseln unterschiedliche Vorfahrts-Regelungen.

Landkreis/Huntlosen/Ganderkesee – Kreisverkehrsplätze – im allgemeinen Sprachgebrauch Kreisel genannt – sollten stets innerorts liegen, befindet die Kreistagsfraktion der Grünen. In einem Schreiben an Landrat Carsten Harings beantragen sie, dass „der Landkreis Oldenburg dafür sorgt, dass im Kreisgebiet die Kreisverkehre innerorts und in Ortsrandlagen einheitlich gestaltet und beschildert werden, und zwar nach den Vorgaben für Kreisverkehre innerhalb geschlossener Ortschaften beziehungsweise bebauter Bereiche“.

Die Gestaltung und Beschilderung des Kreisels soll dadurch mit Vorrang des querenden Fuß- und Radverkehrs gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr erfolgen. In einer Pressemitteilung erläutern die Grünen den Hintergrund ihres Antrages: „Nach der Straßenverkehrsordnung haben Fußgänger und Radfahrer in geschlossenen Ortschaften in Kreisverkehren bei der Querung von Straßen Vorfahrt. Außerhalb von Ortschaften dagegen nicht“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Eduard Hüsers.

Manche der nach dieser Regelung errichten Ausschilderungen seien „unsinnig“, moniert Hüsers. Als Beispiel führt er den neuen Kreisel Huntlosen an: Dort ließe sich mit einfachen Maßnahmen „mehr Klarheit und eine höhere Verkehrssicherheit“ erreichen. Daher beantrage die Fraktion hier eine Versetzung des Ortsschildes an der Landesstraße 871/Ziegelhof in südliche Richtung, damit der Kreisverkehrsplatz innerhalb der geschlossenen Ortschaft liegt. Denn für diesen noch recht neuen Kreisel am örtlichen Feuerwehrgerätehaus gelte die „Außerortsregelung“. Für den nicht weit entfernten nächsten Rundverkehr in der Ortsmitte hingegen die „Innerortsregelung“. Eine Versetzung des Ortseingangsschildes, so Hüsers, sei eine „schnelle und kostengünstige Lösung“ die nicht zuletzt für mehr Sicherheit sorge.

Gemeinde sind die Hände gebunden

Der Gemeinde Großenkneten ist die Situation durchaus bewusst, sagte Kämmerer Horst Looschen auf Nachfrage unserer Zeitung. Doch liege der Kreisel an einer Landstraße – somit sei der Landkreis dafür zuständig. „Wir können das Schild nicht einfach vorziehen“, so Looschen, „die Voraussetzungen dafür liegen nicht vor“. Um das Ortsschild versetzen zu dürfen, wäre jedoch eine entsprechende Bebauung notwendig, die es an diese Stelle aber nicht gebe. Daher sei eine entsprechende Nachfrage beim Landkreis entsprechend negativ beantwortet worden. Bei einer Gemeindestraße hätte die Kommune die Regelung „möglicherweise großzügiger auslegen können“, so Looschen.

„Mit dem Versetzen der Ortseingangsschilder wird insbesondere für Fußgänger und Radfahrer die Verkehrssicherheit verbessert“, befindet der Kreistagsabgeordnete Reinhold Schütte aus Ganderkesee in der Pressemitteilung der Partei. Er habe das Thema bereits zu seiner Zeit als Ratsmitglied in der Gemeinde Ganderkesee aufgegriffen und die Versetzung des Ortseingangsschildes auch am Elmeloher Kreisel gefordert, damit dieser Bestandteil der geschlossenen Ortschaft wird. Jedoch „ohne Erfolg“, beklagt Schütte.

Zwei Kilometer weiter auf der K 228 beginne die Ortschaft Ganderkesee und dort liege der Kreisel kurz nach dem Ortseingangsschild mit anderen Regeln. Diese „irritierende Verkehrsregelung“ könne ohne großen Aufwand durch das Versetzen des Ortseingangsschildes am Elmeloher Kreisel geändert werden. Vergleichbare Beispiele ließen sich auch in anderen Kommunen finden, so die beiden Grünen: „Wir fordern von der Kreisverwaltung ein einheitliches Konzept im gesamten Landkreis für mehr Sicherheit“.

Sie liegen Luftlinie keine 500 Meter voneinander entfernt, doch gelten an den beiden Huntloser Kreiseln unterschiedliche Vorfahrts-Regelungen.

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