Gemeinde Großenkneten sieht aktuell keinen Bedarf

Schlichtbau für Flüchtlinge in Huntlosen liegt „auf Eis“

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An der Ecke „Am Sportplatz“ und Hatter Straße in Huntlosen sollte der Schlichtbau entstehen. 

Huntlosen - Von Ove Bornholt. Eigentlich sollte noch dieses Jahr ein Gebäude für 16 Flüchtlinge in Huntlosen gebaut werden, doch wegen der noch ausreichenden dezentralen Wohnungen hat die Gemeindeverwaltung die Errichtung von Schlichtbauten erst einmal „auf Eis“ gelegt.

„Das Vorhaben ist zunächst ruhend gestellt. Eine Umsetzung in diesem Jahr wird aufgrund der aktuellen Flüchtlingszahlen definitiv nicht erfolgen“, hatte Bürgermeister Thorsten Schmidtke während der jüngsten Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses der Gemeinde Großenkneten gesagt. Ausschussvorsitzender Michael Feiner (FDP) hatte den Verwaltungschef wie andere Ratsmitglieder in vorherigen Sitzungen nach dem aktuellen Sachstand gefragt.

Das für den Schlichtbau in Huntlosen vorgesehene Gelände an der Ecke Hatter Straße/Am Sportplatz gehört der Gemeinde. Neben diesem Standort, der als erstes angegangen werden sollte, sollten nach Plänen von Anfang des Jahres noch an vier weiteren Plätzen in der Kommune Schlichtbauten errichtet werden. Und zwar in Großenkneten am Fliederweg und der Hageler Straße, in Huntlosen am Bunkenburger Weg und in Sage an der Dorfstraße. Diese vier Möglichkeiten spielen derzeit jedoch keine Rolle.

„Wir haben alle Flüchtlinge dezentral untergebracht“

„Wir haben alle Flüchtlinge dezentral untergebracht“, sagte Gemeindedirektor Klaus Bigalke auf Nachfrage unserer Zeitung. Gleichwohl käme der verfügbare Platz an seine Grenzen. „Das Angebot geht natürlich zurück.“

Es gelte allerdings, die weitere Entwicklung der Flüchtlingszahlen abzuwarten, sagte Bigalke. „Es soll eigentlich noch in diesem Jahr eine neue Quote geben.“ Mindestens bis dahin wird der Schlichtbau in Huntlosen nicht vorangetrieben.

Es hatte in den vergangenen Monaten auch Kritik an dem geplanten Bau gegeben. Der Ratsherr der Unabhängigen, Carsten Grallert, hatte in einer Mitteilung bemängelt, dass die Verwaltung die Errichtung ohne öffentliche Beteiligung beschlossen habe. Die Gemeinde arbeitet in dieser Sache eng mit dem Landkreis Oldenburg zusammen, der wiederum auf die Wohnungsbaugesellschaft GSG Oldenburg setzt.

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