Schießanlage in Ahlhorn: Jägerschaften klammern einige Kritiker einfach aus

„Haben Besseres zu tun, als uns beschimpfen zu lassen“

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Auf einem Gelände an der Straße „Zum Langen Moor“ soll die neue Schießanlage entstehen. Doch das Vorhaben der Jägerschaften stößt nach wie vor auf Kritik.

Ahlhorn - Von Karsten Tenbrink. Mit einem Ausflug zum Schießstand in Garlstorf möchten die Jägerschaften Cloppenburg und Vechta die Skeptiker in Ahlhorn von ihrem Vorhaben überzeugen, auf dem Gelände an der Straße „Zum Langen Moor“ eine ähnliche Anlage zu bauen. Doch die vehementesten Kritiker lassen sie dabei außen vor.

„Es gibt Leute, die kann man nicht überzeugen“, sagte Thomas Große Beilage, Vorsitzender der Jägerschaft Cloppenburg, am Freitag auf Nachfrage. Und meint damit vor allem die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Ahlhorn ohne Schießlärm“. „Man muss sich ja nur die Homepage von denen anschauen, das ist reinste Polemik“, so Große Beilage weiter. „Wir wollen gerne eine sachliche Auseinandersetzung führen – aber haben auch Besseres zu tun, als uns beschimpfen zu lassen.“

Die Jägerschaften hatten wiederholt betont, auf die Kritiker in Ahlhorn zugehen und sie überzeugen zu wollen. Zuletzt hatten sie angeregt, gemeinsam den Schießstand in Garlstorf zu besichtigen. Und dieser Ausflug in die Nordheide stehe auch unmittelbar bevor, erklärte Große Beilage. Aber die Einladung der Jägerschaften richtete sich aber ganz offensichtlich nur an einen Teil der Ahlhorner.

Auf der Mitgliederversammlung des Bürgervereins lag eine Liste für Interessierte aus. Der „Verein für Lebensqualität in Ahlhorn“ hingegen wurde ausgeklammert. „Zu uns haben die Jägerschaften bis heute keinen Kontakt aufgenommen“, stellte der Vorsitzende Peter Dobrunz am Freitag noch einmal klar. Allerdings habe auch der Verein selbst nicht das Gespräch gesucht, sondern dieses Bemühen der BI „Ahlhorn ohne Schießlärm“ überlassen, mit der man sich über dieses Thema vertrauensvoll austausche. Der Vizevorsitzende der BI, Peter Petersmann, hatte berichtet, die Jägerschaften mehrmals angeschrieben, aber nie eine Rückmeldung bekommen zu haben. Das wiederum bestreitet Große Beilage: „Da ist nichts bei mir angekommen.“ Aber der Fokus der Jägerschaften liege auch auf den unmittelbar Betroffenen und nicht auf jenen, „die zwei Kilometer weit weg wohnen“, so Große Beilage. „Die haben definitiv gar nichts zu befürchten.“

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