Ahlhorn will ins Städtebauförderprogramm

Sanierung für 13,3 Millionen Euro

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Die etwas trist wirkende Ortsdurchfahrt „Wildeshauser Straße“ soll für eine Million Euro aufgewertet werden.

Ahlhorn - Ein rund 62 Hektar großer Teil der Großenkneter Ortschaft Ahlhorn soll für 13,3 Millionen Euro saniert. Wie berichtet, strebt die Gemeinde die Aufnahme ins Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ des Bundes an.

Nun liegen erstmals konkrete Zahlen auf dem Tisch, die während der Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt am Donnerstag, 11. Mai, ab 17 Uhr im Rathaus beraten werden sollen.

In der Kategorie „Ordnungsmaßnahmen“ soll das Geld schwerpunktmäßig für die baulichen Aufwertungen der Ortsdurchfahrt/Wildeshauser Straße (eine Million Euro), der Zeppelin- (630 000 Euro), Kapitän-Strasser- (530 000 Euro) und Schubertstraße (440 000 Euro) fließen. Hinzu kommen 500 000 Euro für die Neugestaltung der Kreuzung Wildeshauser, Visbeker und Schulstraße sowie 400 000 Euro für den Bau eines öffentlichen Kunstrasenplatzes beim Schulzentrum.

Unter „Baumaßnahmen“ sind jeweils 500 000 Euro für ein Jugend- und ein Integrations- oder Gesundheitszentrum eingeplant. Des Weiteren soll eine Million Euro den Bau eines Kindergartengebäudes mit zwei Gruppenräumen ermöglichen. 

Weitere 465 000 Euro sind für die Sanierung des Ahlhorner Kindergartens vorgesehen. Und als letzter „großer Brocken“ stehen 1,5 Millionen Euro für die Sicherung, den Erhalt und die Sanierung von Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern zur Verfügung. Die Verwaltung geht von 75 Wohnungen und einem Zuschuss von jeweils 20 Prozent zu den Kosten aus.

Private Investoren notwendig

Überhaupt setzt das Konzept darauf, dass private Immobilienbesitzer in die Tasche greifen und ihre Wohnungen oder Häuser renovieren. Dafür gibt es dann auch Zuschüsse.

Neben diesen Investitionen in die Baustruktur geht es im Förderprogramm um die Schaffung eines Quartiermanagements. Ein Kümmerer könnte als Ansprechpartner installiert, eine Stadtteilzeitung herausgegeben und Feste der Bewohner organisiert werden.

Auch wenn konkrete Maßnahmen und Kosten im Antrag aufgelistet sind, heißt das nicht, dass alle umgesetzt werden. Ob und wie dies geschieht, ist erst nach einer Aufnahme ins Städtebauförderprogramm zu entscheiden, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Bleiben noch die Kosten. Etwa eine Million der 13,3 Millionen soll unter anderem durch Grundstücksverkäufe erlöst werden. Den Rest teilen sich Bund, Land und Gemeinde jeweils zu einem Drittel auf. Das heißt, jeder bezahlt gut vier Millionen Euro.

Der Planungs- und Umweltausschuss soll über den Antrag beraten, der Verwaltungsausschuss wird sich dann noch einmal am 18. Mai damit beschäftigen. Um kommendes Jahr in den Genuss der Förderung zu kommen, ist es laut Verwaltung notwendig, die Unterlagen bald einzureichen. Eine Entscheidung des Bunds könnte dann im Frühjahr erfolgen.

bor

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