Instandhaltung durchgeführt

OOWV reinigt und saniert seine Trinkwasserspeicher 

Wassermeister Stephan Fitze (links) und Projektleiter Klaus-Peter Klein kennen sich im Wasserwerk in Großenkneten bestens aus. - Foto: OOWV/Meister
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Wassermeister Stephan Fitze (links) und Projektleiter Klaus-Peter Klein kennen sich im Wasserwerk in Großenkneten bestens aus.

Großenkneten - Sie liegen im Verborgenen, ein Blick ins Innere ist nur sehr wenigen Menschen vorbehalten: Trinkwasserspeicher.

Auf dem Gelände des Wasserwerks Großenkneten stehen vier dieser gewaltigen Bauwerke, die der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) für die Versorgung der Menschen in der Region betreibt. Jeder von ihnen fasst rund zehn Millionen Liter Wasser. Spezialfirmen reinigen und sanieren die Behälter in diesen Tagen. Entleert und beleuchtet bietet der Innenraum ein beeindruckendes Bild – und eine unvergleichliche Akustik.

„Die Trinkwasserspeicher sind das Herzstück der Versorgungssicherheit. Sie fangen Spitzenverbräuche in den Morgen- und Abendstunden auf und halten den Vordruck für die Trinkwasserpumpen konstant“, erklärt OOWV-Wassermeister Stephan Fitze. Wie wichtig sie sind, hat der heiße Sommer deutlich gemacht. Tagsüber schnellte der Wasserverbrauch auf Rekordhöhen. Mehr als 71.000 Kubikmeter gab das Wasserwerk an Spitzentagen ab – rund 23.000 Kubikmeter mehr als üblich. Nachts füllten sich die Speicher wieder auf. Insbesondere die Gartenbewässerung hat den hohen Verbrauch verursacht. „Ein Rasensprenger verteilt innerhalb von zwei Stunden rund 750 Liter Wasser. Das ist das Sechsfache des normalen Tagesbedarfs eines Menschen“, so Fitze. Seine Sorge: Selbst die riesigen Speicher würden irgendwann nicht mehr ausreichen, um das Verbrauchsverhalten aufzufangen.

Der OOWV nutzt die Wintermonate, in denen der Wasserverbrauch niedrig ist, um wichtige Arbeiten an den Anlagen durchzuführen. Nacheinander werden die Speicher entleert, von einer Spezialfirma gereinigt und anschließend auf Schäden hin untersucht. Besonders ist die Akustik in den geleerten Behältern: Der Schall wird von Wand zu Wand geworfen. Einer der Behälter ist bereits wieder am Netz. Der zweite wird nicht nur gereinigt, sondern auch saniert. „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für eine Revision. Wir erneuern beispielsweise die Luftfilter des Trinkwasserbehälters, die vor allem unter hygienischen Gesichtspunkten eine wichtige Rolle spielen“, erläutert OOWV-Projektleiter Klaus-Peter Klein.

In einigen Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Nach der abschließenden Reinigung wird der Behälter wieder befüllt und das Wasser auf unerwünschte Keime untersucht. Dafür werden mehrere Proben gezogen. Wenn die Laborergebnisse gemäß der Trinkwasserverordnung einwandfrei sind, geht der Speicher wieder ans Netz.

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