130 Reservisten treffen sich in Ahlhorn und blicken auf das Vereinsleben seit 1985 zurück

Kameradschaft feiert 30-jähriges Bestehen

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Der Vorsitzende des Landesverbands, Uwe Schenkel, ehrte den 91-jährigen Kurt Handt für dessen lange Mitgliedschaft. Auch der Vorsitzende der Kameradschaft, Günther Heißenbüttel (von links), gratulierte.

Ahlhorn - Auch mit 91 Jahren unterstützt der ehemalige Stabsfeldwebel Kurt Handt die Ahlhorner Kameradschaft ehemaliger Soldaten, Reservisten und Hinterbliebenen (KERH) im Bundeswehrverband, die er selbst 1985 mitgegründet hatte. Die Mitglieder kommen aus den Landkreisen Oldenburg, Cloppenburg und Vechta. Am Mittwochabend trafen sich 130 Reservisten im „Alten Posthaus“ in Ahlhorn und feierten das 30-jährige Bestehen der Gruppe.

„In den früheren Dienstjahren auf dem ehemaligen Fliegerhorst war eigentlich unser Kurt Chef der Staffel“, meinte der Vorsitzende und ehemalige Oberfeldwebel Günther Heißenbüttel. Er erinnerte an die vielen Unternehmungen in den vergangenen drei Jahrzehnten wie Kutschfahrten und Firmenbesichtigungen. Aber auch das politische Geschehen stand im Fokus der Mitglieder, sodass Dozenten aus dem Bundes- und Landesverband eingeladen waren. Die zweimal pro Jahr angesetzte Mitgliederversammlung wurde erst im Unteroffiziersheim auf dem Fliegerhorst abgehalten. Erst nach dessen Schließung gingen die Treffen im „Alten Posthaus“ über die Bühne.

Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke erinnerte sich noch gut an seine Zeit als aktiver Soldat auf dem Fliegerhorst. „Wäre nicht die Wehrpflicht ausgesetzt worden, wäre meine Laufbahn wahrscheinlich anders verlaufen“, sagte der Verwaltungschef. Er blickte auf das Jahr 2003 zurück, als der damalige Verteidigungsminister Peter Struck zu Gast gewesen war. Damals waren viele Standorte von einer Schließung betroffen, sodass diese Befürchtung auch in Ahlhorn bestand. Sie erfüllte sich zwei Jahre nachdem der Besucher aus Berlin erst noch Hoffnung gemacht hatte. Geblieben sind Erinnerungen, die die Kameradschaft pflegt.

jb

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