Starker Andrang bei der Teichwirtschaft in Ahlhorn

Tag der Regionen in Ahlhorn lockt Tausende Besucher an

Ein Schlag noch, dann ist der Nagel im Holz verschwunden: Der neunjährige Justus aus Garrel arbeitet an einem Nistkasten für Meisen.

Ahlhorn - Von Ove Bornholt. Lustvoll hämmern ein paar Jungs auf Meisen-Nistkästen herum, treiben einen Nagel nach dem anderen ins Holz. Ein paar Meter weiter konzentrieren sich Bogenschützen auf eine Zielscheibe, und rund um die Anlage marschieren immer wieder Besuchergruppen:

Der Sonntag stand bei den Ahlhorner Fischteichen ganz im Zeichen des Tags der Regionen, der wieder einmal Tausende anlockte. „Wir sind ganz erschlagen, im positiven Sinne natürlich“, freute sich Rainer Städing, Sprecher der Landesforsten, der wie viele andere Gäste auf dem Gelände herumwuselte.

Zur Nachmittagszeit herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Viele Besucher waren mit dem Fahrrad unterwegs und ersparten sich so die Suche nach einem Parkplatz fürs Auto. Für diesen verlangte die Teichwirtschaft erstmals Geld. Vielen Autofahrern war der eine Euro aber offenbar zu viel, sodass der Baumweg mehr und mehr zugeparkt wurde, je dichter das Veranstaltungsgelände rückte.

Dort angekommen, begrüßte ein Chor mit jagdlichen Liedern die Gäste, die am Besucherbaum deutlich machen konnten, warum ihnen der Wald wichtig ist. „Er erdet uns“, war dort anonym zu lesen. Auch die Ruhe und die gute Luft wurden hervorgehoben.

Motorsägenkünstler zog die Massen an

Wer mehr über die Teichwirtschaft erfahren wollte, konnte sich einer der halbstündigen Führungen anschließen, die zur vollen Stunde starteten. Gästeführerin Christa Thöle: „Es läuft super, wir haben die Gruppen schon geteilt, weil es zu viele Leute waren.“ Die Gäste interessierten sich dafür, was für Fischarten in den Teichen heimisch sind, wie viele es von Letzteren gibt und wie der Ertrag sei. Fragen, die Thöle aus dem Effeff beantworten kann, schließlich ist die Großenkneter Gästeführerin langjährig und auch zu anderen Terminen bei den Fischteichen aktiv.

Klassiker wie der Motorsägenkünstler Hubert Krogmann, der einen prominenten Platz auf dem Gelände bekommen hatte, zogen die Massen an. Aber auch neue Angebote wie der Stand von Waldimkerin Sabine Bergmann aus Paderborn weckten die Neugier der Gäste. Zusammen mit vier Waldorfschülern war sie angereist, um die alte Kunst der Zeidlerei zu vermitteln. Die Besucher konnten mithelfen, Baumstämme von der Rinde zu befreien und anschließend teilweise auszuhöhlen. An einen Baum gehängt, bieten die Stämme dann eine Heimstatt für Bienen, deren Honig abgeerntet wird.

An einem Stand wurde darauf hingewiesen, dass Spenden für die Erdbebenopfer in Mexiko gesammelt wurden. Landesforsten-Sprecher Städing erklärte, die freiwillige Gabe aller Standbetreiber nach der Veranstaltung werde ebenfalls nach Mittelamerika fließen.

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