48-Stunden-Challenge: Viel Lob für die Großenkneter Rallye-Organisatoren, die bereits eine Wiederholung ankündigen

Ein Sieger-Team – aber lauter Gewinner

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Jörg Zernitz und Julian Bolte mit der „Wanderscheibe“, der Trophäe für das Sieger-Team der 48 Stunden-Challenge.

Grossenkneten - Von Jörg Beumelburg. Jörg Zernitz und Julian Bolte vom Team „Doka“ sind die Sieger der ersten Rallye, die am Freitag in Großenkneten startete und zwei Tage später auch endete. Doch angesichts dessen, was die Teilnehmer bei der rund 1400 Kilometer langen Tour rund um Dänemark erleben durften, waren genau genommen alle Gewinner.

Zernitz, der in der Gemeinde Wardenburg wohnt, und sein Kompagnon Bolte aus dem Landkreis Ammerland holten bei den Aufgaben, die unterwegs von den Teilnehmern gelöst werden mussten, die meisten Punkte. Aus den Händen von Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke und den beiden Hauptorganisatoren der 48-Stunden-Challenge, Lars Küther und Malte Alves, erhielten sie die eigens dafür angefertigte Trophäe.

Für den größten Benzinverbrauch bekamen Jens Klostermann, Heiner Meyer, Olaf Spiller und Andreas Schröder vom Großenkneter Team „Kneten Goes Baltic“ (KGB) einen kleinen Trostpreis in Form einer Palette Bier. Sie waren mit einem Lincoln Mercury, einem amerikanischen Limousine Baujahr 1964, an den Start gegangen. Weit über 200 Liter Benzin schluckte der Schlitten.

Auch Waldemar Klippert aus Großenkneten und Frederick Meyer aus Hamburg gingen bei der Preisverleihung nicht leer aus. Sie holten den Preis in der Kategorie „Das geilste Fahrzeug“ für ihren Fiat Giannini aus dem Baujahr 1973.

Große Anerkennung gab es auch für Thomas Kropf und Remke Wessels aus Großenkneten, die mit einem „Borossi 800 XR“ unterwegs waren. Nur ihre Schutzkleidung schützte sie in dem offenen Buggy halbwegs vor Kälte, Wind und Regen. Und genau diese Wetterbedingungen erwarteten alle Fahrer am zweiten Tag der Tour in Dänemark. „Es war ganz schön mutig und abenteuerlich, mit solch einem Gefährt unterwegs zu sein“, sagte Lars Küther.

Gestartet war die Rallye am Freitagmorgen auf dem Wilhelm-Wellmann-Platz in Großenkneten noch bei sommerlichen Temperaturen, nachdem alle 34 Fahrzeuge einen letzten Check problemlos überstanden hatten. Neben weiteren Schaulustigen waren auch Jungen und Mädchen aus dem Kindergarten gekommen, um die Rallye-Fahrer mit selbstgebastelten Fähnchen zu verabschieden.

Insgesamt acht Aufgaben, die in einem Roadbook notiert waren, hatten die Teams unterwegs zu lösen. Die erste Herausforderung wartete in Schleswig-Holstein auf die Piloten. Dort galt es, mit einer gewissen „Else“ einen Nebenfluss der Elbe, die Stör, zu überqueren. Wie sich herausstellte, handelt es sich dabei um eine Seilfähre. Bisweilen hatten die Teams neben ihrer Hauptaufgabe, die richtige Route ohne technische Hilfsmittel zu finden, ganz schön zu knobeln.

Erschwerende hinzu kam am zweiten Tag bei vielen der mangelnde Schlaf, denn die Nacht in Dänemark zeichnete sich durch ein eiskaltes und raues Klima aus. Wohl dem, der dafür richtig ausgestattet war. So musste zum Beispiel auch Großenknetens Gemeindeoberhaupt, der wegen terminlicher Überschneidungen erst in Flensburg zum Team der Kreiszeitung dazustieß, feststellen: „Eine gute Ausrüstung dabeizuhaben, ist bei solchen Unternehmen unerlässlich.“ Schmidtke hatte sich für seine Rallye-Premiere ein Zelt der unteren Preiskategorie besorgt und bekam den Qualitätsunterschied zu spüren. „Zwei Nächte lang im Feuchten zu schlafen – das ist pures Adventure-Feeling“, nahm es der Fahrer des Teams, Heino Scholz, sportlich.

Ohnehin ließ das tolle Miteinander der Teams eventuelle Widrigkeiten schnell vergessen. Das beste Beispiel erlebten Klippert und Meyer in ihrem Fiat Giannini. Unterwegs hatte der Anlasser des Wagens seinen Geist aufgegeben, sodass er beim Start angeschoben werden musste. Auf die Hilfe anderer Rallye-Teilnehmer brauchten die beiden aber nicht lange zu warten.

Dementsprechend zufrieden, wenn auch erschöpft, kamen die Teams am Sonntagnachmittag wieder beim Schützenhaus in Sage an, wo sie von einigen hundert Menschen empfangen wurden. „Es ist einfach Klasse, was die Männer hier auf die Beine gestellt haben“, lobte das Ehepaar Max Schewe und Merle Kästner aus Frankfurt. Sie hatten das KGB-Team, unter dessen Regie die gesamte 48-Stunden-Challenge stand, im vergangenen Jahr kennengelernt. Die Richterin Kästner und der Strafverteidiger Schewe wollen auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. Denn der vielfachen Forderung nach einer Wiederholung wollen die Organisatoren 2016 gerne nachkommen, verriet Alves.

Rallye in Großenkneten

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