Ortsbegehung: Verkehrsplanung in Ahlhorn soll optimiert werden

Gefahrenquelle Gewerbegebiet Lethe

+
Hartmut Theilen (Mitte) erklärte den Anliegern und FDP-Politikern die damalige Planung der Lether Gewerbestraße.

Ahlhorn - Von Jörg Beumelburg. Ständige Unfallgefahren und unzumutbare Verkehrsverhältnisse imAhlhorner Gewerbegebiet Lethe riefen am Donnerstagmorgen die FDP-Politiker zu einer Ortsbegehung auf den Plan. Schon lange bedeutet die Einmündung von der B213 in das Gewerbegebiet ein Risiko für die ankommenden und abfahrenden Lastkraftfahrzeuge. Die Anlieger bemängeln eine viel zu enge Fahrbahn, die zu Spitzenzeiten für ein erhöhtes Risiko sorgt.

Bereits in der Vergangenheit sind auf der Bundesstraße in der Höhe der Einmündung schwere Unfälle passiert. „Die Straße in das Gewerbegebiet ist viel zu eng für die Laster“, machte Werner Brüning deutlich. Er betreibt dort ein Güter- und Nahverkehr-Unternehmen mit 90 Sattelzügen, die täglich im Einsatz sind. Hinzu kommen weitere des Unternehmens Heidemark mit ihrem eigenen Fuhrpark von etwa 220 Wagen.

Doch das ist nicht alles: Durch Warenanlieferungen sowie einem erhöhten Fahraufkommen durch An- und Abfahrten von 150 Heidemark-Mitarbeitern entsteht eine tägliche Fluktuation von etwa 3500 Fahrzeugen. Weitere Anlieger in dem Gewerbegebiet sind die Firmen Salvana und Wellbrock.

Der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Hartmut Theilen machte deutlich, dass die Lether Gewerbe-straße vor 25 Jahren gebaut worden ist und zu dieser Zeit niemand ahnen konnte, wie hoch sie von Fahrzeugen frequentiert wird. „Es ist von Anfang an hier falsch geplant worden“, fügte Brüning hinzu.

Die Straßenanlieger und auch die FDP-Politiker sind sich aufgrund der prognostizierten Verkehrsbelastung sicher, dass der Knotenpunkt ohne entsprechende Regelung weiterhin überbelastet sein wird. 20000 Euro sind im Haushaltsplan 2016 der Gemeinde Großenkneten an Kosten angedacht. Als kurzfristiges Mittel sollen in Absprache mit der Polizei verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt und eine Beleuchtung entlang der Straße installiert werden. Eine erste Maßnahme der Verwaltung – die Reduzierung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf der B213 von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde – reicht den Anliegern jedoch nicht.

So wurden bei der Ortsbegehung mehrere Möglichkeiten zur Verkehrssicherheit – von einem Kreisverkehr bis hin zu einer Einbahnstraße – erörtert. „Einen Kreisel zu bauen, würde mit einer Summe in sechsstelliger Höhe den Rahmen sprengen“, verwarf die Fraktionsvorsitzende Imke Haake den Vorschlag. Eine kostengünstigere Variante wäre es, die Einmündung zu einer Einbahnstraße umzufunktionieren und den abfahrenden Verkehr über das Gewerbegebiet am Zeppelinring zu führen.

Die Anwesenden waren sich einig, dass die Verwaltung die Planung weiter entwickeln müsse. Die Anlieger sollten Vorschläge einreichen, um mittelfristig die Gesamtsituation zu verbessern.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Gute Stimmung auf dem Campingplatz beim Deichbrand

Gute Stimmung auf dem Campingplatz beim Deichbrand

20. Etappe: Froome hat vierten Toursieg so gut wie sicher

20. Etappe: Froome hat vierten Toursieg so gut wie sicher

Bartels trifft gegen Ex-Club, aber Werder verliert

Bartels trifft gegen Ex-Club, aber Werder verliert

Israel nimmt nach Anschlag Bruder des Attentäters fest

Israel nimmt nach Anschlag Bruder des Attentäters fest

Meistgelesene Artikel

Motorradfahrer verliert bei riskantem Überholmanöver auf der A1 Kontrolle 

Motorradfahrer verliert bei riskantem Überholmanöver auf der A1 Kontrolle 

18-Jähriger im Alfsee bei Bramsche ertrunken

18-Jähriger im Alfsee bei Bramsche ertrunken

Ein Kneipenviertel am Stellmacherplatz?

Ein Kneipenviertel am Stellmacherplatz?

Urteil gegen Disco-Türsteher rechtskräftig

Urteil gegen Disco-Türsteher rechtskräftig

Kommentare