Neues Projekt startet im September/Bund bewilligt Fördergelder für drei Jahre

Großenkneten investiert in Integration

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Freuen sich über den Förderbescheid für das Integrationsprojekt: Astrid Grotelüschen, Thorsten Schmidtke, Barbara Efthimiadis-Christidis und Frauke Asche (von links).

Grossenkneten - Ein neues Integrationsprojekt startet im September in der Gemeinde Großenkneten. Unter dem Titel „Leben im Viertel“ richtet es sich nicht nur an Flüchtlinge, sondern an alle Bürger mit Migrationshintergrund.

Bereits im Oktober 2013 hatte die Gemeinde einen entsprechenden Förderantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt. Nun ist der Bescheid da. Das Projekt ist auf drei Jahre befristet. In diesem Zeitraum sollen Mittel in Höhe von rund 200000 Euro fließen. Das entspricht 75 Prozent der veranschlagten Kosten, den Rest steuert die Gemeinde bei.

Dass die Bewilligung der Fördergelder so lange auf sich warten ließ, begründete die Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (CDU) aus Ahlhorn mit der Vielzahl der Anträge, die Kommunen aus dem gesamten Bundesgebiet eingereicht hatten. Grotelüschen hatte sich für den Großenkneter Antrag eingesetzt.

Das nun bewilligte Konzept des Projektes hat Barbara Efthimiadis-Christidis, Sozialpädagogin am Ahlhorner Schulzentrum, entwickelt. Zunächst ist geplant, eine Integrationsbeauftragte einzustellen, für die eine halbe Stelle vorgesehen ist. Mit der 36-jährigen Andrea Schröder aus Oldenburg ist bereits eine geeignete Kandidatin gefunden worden. Sie nimmt am 1. September ihre Arbeit auf. Ihre erste Aufgabe wird eine „Bestandsaufnahme“ sein, erklärt Frauke Asche, Leiterin des Ordnungs- und Sozialamtes in Großenkneten. Schröder werde die Situation der Bürger mit Migrationshintergrund und die vorhandenen Angebote analysieren. Anschließend soll sie die vorhandenen Strukturen besser miteinander vernetzen und schauen, wo und in welcher Form es vielleicht zusätzlichen Bedarf gibt. Die Unterstützung für die vielen, zum großen Teil auch ehrenamtlichen Helfer bei der Integrationsarbeit bleibe bestehen, betonte Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke. Daneben soll es zusätzliche Sprachkurse, eine Anlaufstelle und weitere Bausteine geben, die den Bürgern mit Migrationshintergrund die Integration erleichtern. Auch eine eigene Interessenvertretung solle angeregt werden.

„Das Angebot richtet sich nicht nur an Flüchtlinge aus den Krisen- und Kriegsgebieten, die in die Gemeinde kommen, sondern zum Beispiel auch an Arbeitskräfte aus Osteuropa“, betonte Efthimiadis-Christidis. Darüber hinaus berücksichtige das Konzept auch einheimische Bewohner, falls diese sich „durch die starke Zuwanderung überfordert fühlen“.

Dieses Risiko bestehe gerade in Ahlhorn, wo 40 Prozent der Bürger einen Migrationshintergrund haben, erklärte Schmidtke. Auch aus diesem Grund wird das Büro der neuen Integrationsbeauftragten im Dorfgemeinschaftshaus Ahlhorn eingerichtet.

jb/ten

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