Die neue Leiterin in Ahlhorn hofft auf 27000 Übernachtungen

Neue Blockhaus-Leiterin will Besucherzahlen steigern

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Anke Peinemann will die Zahl der Übernachtungen im Blockhaus Ahlhorn steigern.

Ahlhorn - Beim Blick aus dem Fenster gerät Anke Peinemann noch immer ins Schwärmen. „Das ist ein wunderschöner Ort“, sagt sie. Seit gut zwei Monaten ist die 42-Jährige neue betriebswirtschaftliche Leiterin des Blockhauses Ahlhorn, und sie hat viel vor, wie aus einer Pressemitteilung der evangelischen Kirche hervorgeht.

Schulklassen, Konfirmanden- und andere Jugendgruppen würden einen Großteil der Gäste der Einrichtung ausmachen. Aktuell entwickele Peinemann mit dem pädagogischen Team neue Projekte und Angebote, die sich vor allem an Jugend- und Kindergruppen der Feuerwehren, Malteser und des Technischen Hilfswerks richten. Damit solle die Zahl der Übernachtungen auf 27000 bis zum Ende des Jahres steigen. Im vergangenen Jahr waren es noch 23800 gewesen. Die Wochenenden seien bis 2017 bereits gut gebucht, so die betriebswirtschaftliche Leiterin.

Die Unbefangenheit, mit der die jugendlichen Gäste im Blockhaus die hauseigene Kapelle und ihren Glauben erkunden würden, habe sie überrascht und gefreut. „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche sich selbst entdecken. Und Dinge sehen, die vielleicht nicht alltäglich sind“, so Peinemann.

Einschränkungen durch die aktuellen Baumaßnahmen befürchtet sie nicht. Der Betrieb werde normal weiterlaufen, verspricht die Leiterin. Das Teich- und das Wiesenhaus seien bereits fertig. Die Arbeiten am Strandhaus schritten voran. Im März könnte das neue Seminargebäude laut Peinemann eingeweiht werden.

Auch die Arbeiten am Heidedorf seien inzwischen gestartet. Die drei vorhandenen Hütten sollen bis Mai renoviert sein. Im Anschluss entstehe eine vierte, rollstuhlgerechte Hütte. „Während des bisherigen Umbaus wurde darauf geachtet, dass die Gebäude barrierefrei sind. Das Heidedorf fehlte da noch“, sagt Peinemann.

Ein weiterer Neubau ist ab dem Sommer an der Stelle des Seehauses geplant. Das alte Gebäude sei nicht mehr zeitgemäß und müsse abgerissen werden. Etwa ein Jahr werde es dauern, bis das neue Haus steht. Insgesamt sind für die Baumaßnahmen, inklusive der bereits abgeschlossenen, rund sechs Millionen Euro veranschlagt.

Auf Peinemann wartet demnach ein arbeitsreiches Jahr und zugleich ein ganz besonderes. „Das Blockhaus feiert sein 70-jähriges Bestehen“, freut sie sich. Die Planungen dafür liefen gerade an. Aber auch privat gelte es noch, das eine oder andere zu organisieren. Momentan sucht die Bad Harzburgerin vor Ort eine Wohnung für sich und ihren Mann. Unterstützung bekomme sie dabei von ihren Kollegen. „Alle waren mir gegenüber sehr offen und hilfsbereit“, erzählt sie. Das habe ihr die Eingewöhnung erleichtert.

Für die 42-Jährige ist der neue Job in Ahlhorn auch eine Rückkehr zu ihren Glaubenswurzeln. Zuvor hatte die Hotelbetriebswirtin achteinhalb Jahre lang das Gäste- und Tagungshaus eines Benediktinerklosters in Sachsen-Anhalt geleitet – obwohl sie der evangelischen Kirche angehört. „Er ist immer da und war auch immer da“, sagt sie über ihren Glauben. Peinemann erinnere sich gut an ihre Zeit im evangelischen Kindergarten und an die sonntäglichen Kirchenbesuche mit den Eltern. „Hier“, schmunzelt sie, „erfahre ich die Kapelle auch mal laut.“

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