„Wir politisieren nicht, sondern handeln vernünftig“

Naturschutzstiftung Jubiläum und zeichnet Wallschule aus

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Moderator Michael Thürnau (r.) sprach auf der Bühne mit Jutta Tantzen, der Frau des Gründungsvaters der Umweltstiftung, Eilert Tantzen, und Landrat Carsten Harings über Umweltschutz. 

Großenkneten - Die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg hat am Donnerstagabend ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert und drei Sonderpreise verliehen.

Der Kinderhort der Wallschule in Wildeshausen wurde für herausragende Leistungen im Bereich der Umweltbildung, insbesondere für die Neugestaltung der Hortbeete und den Bau von Insektenhäusern ausgezeichnet. Das Projekt „Naschgärten“ verschaffte der Grundschule Heide (Gemeinde Ganderkesee) den Preis. 

Dabei handelt es sich um ein Nahrungs- und Nisthabitat für Blütenbestäuber und andere Insektenarten. Als Privatperson nahm Waltraut Franz (84) aus Munderloh (Gemeinde Hatten) den Preis entgegen. Sie hat jahrelang mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Hermann daran gearbeitet, den Hof der Familie mit Sträuchern und Kräutern zu bepflanzen. Ihr Sohn, dessen Frau und die beiden Enkeltöchter haben die insektenfreundliche Gestaltung fortgeführt und erweitert. Insgesamt werden mehr als 10.000 Quadratmeter bewirtschaftet.

Im Gasthaus „Kempermann“ in Großenkneten waren die Preisträger vertreten, die gemeinsam mit rund 160 Gästen aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft feierten. In seiner Rede kam der Kuratoriumsvorsitzende Michael Feiner auf das „Erfolgsgeheimnis“ der Stiftung zu sprechen: „Wir politisieren nicht, sondern handeln vernünftig im Rahmen unserer Möglichkeiten.“ 

Unterstützung „gewiss nur im Kleinen“

Die Stiftung unterstütze – „gewiss nur im Kleinen“ – Menschen, Gruppen und Vereine, die Freude an der Natur haben, fördern deren Projekte und helfen in der Umweltbildung. „Viel mehr können wir auf dieser Ebene nicht leisten, aber das macht mich und hoffentlich uns alle auch innerlich einigermaßen zufrieden“, sagte Feiner.

Landrat Carsten Harings ging in seinem Grußwort auf die Entstehung der Stiftung Anfang der 1990er-Jahre und die Kritik an der Gründung ein. „Das Hauptargument war damals, dass man die zwei Millionen Mark Stiftungsvermögen viel sinnvoller für eine weitere Schuldentilgung des Landkreises einsetzen sollte. Die ersparten Zinsraten sollten dann dem Umweltschutz zugutekommen.“ 

Aber glücklicherweise habe sich der Kreistag für die Gründung entschieden, „denn mit Stiftung im Rücken ist vieles einfacher und besser umzusetzen“. Abschließend stellte der Landrat fest: „Wir dürfen mit Fug und Recht sagen, dass sie bis heute eine sehr erfolgreiche Arbeit im Sinne des Naturschutzes und somit im Sinne der Bürger leistet.“

Harings hob auch Gründungsvater Eilert Tantzen hervor, der mittlerweile verstorben ist. Seine Frau Jutta nahm im Verlauf des Abends auf der Bühne Platz, wo Moderator Michael Thürnau mit ihr und anderen Akteuren über die Stiftung und Umweltschutz sprach. Der Abend bot in der Folge noch einige Gelegenheiten zum Gedankenaustausch der vielen Gäste.

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