Nach einem Piks immunisiert

Unbürokratische Impfaktion in Ahlhorn gut angenommen

Vor dem Ahlhorner Gemeindehaus stehen viele Menschen, die auf eine Impfung warten.
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Das lange Warten vor dem Ahlhorner Gemeindehaus lohnt sich: Es ist nur eine Impfung des Vakzins Johnson & Johnson nötig, damit die Impfwilligen immunisiert sind.

Eine lange Schlage hat sich am Dienstagvormittag vor dem Dorfgemeinschaftshaus an der Katharinenstraße in Ahlhorn gebildet. Der Grund: eine Impfaktion der Malteser und Johanniter für kurzentschlossene Bürger, ganz ohne einen vorher beschlossenen Termin.

Ahlhorn – „Jeder Geimpfte hilft und ist besser als eine nicht geimpfte Person“, bringt Frauke Asche, Sozialamtsleiterin Großenknetens, die Aktion auf den Punkt. Ganz unbürokratisch konnte jeder Impfwillige von 10 bis 18 Uhr vorbeikommen. „Dabei ist auch der Wohnort egal. Es sind auch Personen aus den Landkreisen Vechta und Cloppenburg aber auch aus Bremen gekommen.“ Lediglich volljährig mussten die Menschen sein und dies durch ein Ausweisdokument belegen.

Nur eine Impfung dank „Johnson & Johnson“

Geimpft wurde mit dem Vakzin des Herstellers „Johnson & Johnson“, bereitgestellt durch das Wildeshauser Impfzentrum. Der Vorteil: Dieser Impfstoff muss nur einmal gespritzt werden, sodass eine Folgeimpfung entfällt. Eine begrenzte Menge des Impfstoffes gibt es während der Aktion nicht. „Je nach Bedarf kann Vakzin aus dem Impfzentrum nachgeholt werden. Unser Ziel ist es, dass bis heute Abend jeder eine Impfung bekommt, der gerne eine haben möchte.“

Auch für bereits genesene Nichtgeimpfte gab es ein Angebot im Gemeinschaftshaus. „Damit wir niemanden wegschicken müssen, haben wir auch für einen MRNA-Impfstoff zur Erweiterung des Immunschutzes gesorgt“, so Asche. Die sogenannte „Booster-Impfung“ dient dazu einen langfristigen Schutz zu gewährleisten. Sechs Monate nach einer Diagnose können Genesene mit nur einer Impfung grundimmunisiert werden. „Dafür steht den Impfteams Biontech zur Verfügung.“

Dolmetscher helfen bei der Verständigung

Zwei Ärzte-Teams – eins von den Maltesern, eins von den Johannitern – unterstützten die Aktion. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten auch einige Dolmetscher, die in den Sprachen Rumänisch, Russisch, Polnisch und Kurdisch zwischen den Ärzten und den Impfwilligen vermittelten. „Die vielsprachigen Helfer können so einfach Fragen, die gegebenenfalls auftauchen, besser abklären“, so Asche. Gerade die Bewohner Ahlhorns, die ursprünglich aus diversen Bereichen Europas kämen, bräuchten teilweise Hilfe bei der Bürokratie vor der Impfung.

Um Sprachbarrieren besser überwinden zu können, lagen auch die Anamnesebögen in verschiedenen Sprachen während der Aufnahme der Impfwilligen bereit. „Die Papiere und Informationszettel haben unsere Freiwilligen in den vergangenen Tagen hier in Ahlhorn verteilt“, erzählt Asche. Diese haben so bei den Anwohnern für die Aktion geworben.

Und das Werben hat Wirkung gezeigt: Die Aktion konnte am Dienstagabend mehr als 170 neu Geimpfte verzeichnen. „Ein richtig toller Erfolg“, so Asche. „Alle sind sehr zufrieden und auch dankbar über das unkomplizierte Angebot.“ Ob ähnliche Veranstaltungen in Zukunft wiederholt werden können, ist zurzeit noch nicht klar. „Aber man wird sicherlich mit den Verantwortlichen drüber sprechen können.“

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