Mit Sycamore und Bell UH-1D

Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst eröffnet Museum

Die beiden Helikopter Bristol 171 Sycamore  und die Bell UH-1D auf dem Museumsgelände
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Zweifelsohne die Prachtstücke der Ausstellung: die beiden Helikopter Bristol 171 Sycamore (Vordergrund) und die Bell UH-1D.

Mehr als drei Jahre hat es gedauert, nun ist es vollbracht: Die Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn hat am Dienstag ihr Museum eröffnet. Auf dem Gelände des Metropolparks in einem ehemaligen Wachgebäude kann die Öffentlichkeit von nun an jedes Wochenende von 12 bis 17 Uhr die umfangreiche Sammlung bestaunen.

Ahlhorn – „Die Vergangenheit für die Zukunft zu erhalten, ist ab jetzt unsere Aufgabe“, erzählte der Erste Vorsitzende des Vereins Peter Pasternak auf der Eröffnungsveranstaltung. Die Traditionsgemeinschaft, die ehrenamtlich das Museum errichtete, hatte in der Vergangenheit finanzielle Hürden zu bewältigen. Knapp 300 000 Euro hätten die Renovierung des Gebäudes die Einrichtung des Museums sowie Brandschutzmaßnahmen gekostet. Getragen wurden die Kosten von Sponsoren, aus Eigenleistungen und durch das EU-Förderprogramm „Leader“.

„Wir haben oft genug gedacht, wir schmeißen alles hin“, so der zweite Vorsitzende Dieter Hasebrink bei seiner Rede. Durch eine enge Zusammenarbeit mit einem Architekten, einem Brandschutz-Fachmann sowie elf Betrieben, die für den Innenausbau des Museums hinzugezogen wurden, konnte das Projekt jedoch gestemmt werden. „Was hier auf die Beine gestellt wurde, hat Vorbildcharakter“, bedankte sich der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Großenkneten, Samuel Stoll, bei allen Beteiligten. „Wie man sieht, haben sich die Bemühungen gelohnt. Besonders, da die aktive Nutzung des Fliegerhorsts schon einige Zeit zurückliegt, ist das Museum wichtig.“

Piloten in voller Montur gibt es ebenfalls zu entdecken.

Ein Anker als Lieblingsstück

Neben den großen Ausstellungsstücken, wie der britische Helikopter Bristol 171 Sycamore und die Bell UH-1D, die auf dem Außengelände des Museums stehen, sind auch kleinere Exponate wie Modellflugzeuge, Propeller und Bordinstrumente zu sehen. Aber auch Kuriositäten lassen sich entdecken.

Eines der Lieblingsstücke Pesternaks ist ein großer Schiffsanker, der vor dem Museumsgebäude zu sehen ist. „Den haben wir bei einem Trainingsflug aus der Nordsee geborgen“, erzählt der Vereinsvorsitzende. Bei einem Überflug habe ein Crewmitglied den Anker entdeckt, der dann zur Übung gehoben werden sollte. „Jedoch konnte man nur das obere Ende des Ankers erkennen. Wir haben angenommen, dass er etwas kleiner ist.“ Bei der Bergung kam dann der 1,4 Tonnen schwere Koloss zum Vorschein, der fast zu schwer für den Helikopter war. „Das hat man schon im Hubschrauber gemerkt, wie der Anker unseren Flug beeinträchtigt. Wir hatten nur eine Außentraglast von 1,8 Tonnen. Nach der Landung auf Borkum hat die Marine dann gesagt der Anker gehört ihnen, weil es sich um ein ,marinetypisches Gerät’ handeln soll.“ In der kommenden Nacht wurde der Anker dann auf einen Lkw geladen und nach Ahlhorn gebracht. „Die Marine hat am nächsten Tag nur gefragt, wo der Anker denn hin sei. Wir wussten natürlich von nichts“, so Pasternak.

Stolz erklärt Peter Pasternak die Geschichte hinter dem geborgenen Anker.

Viele weitere Anekdoten können sich Interessierte an den Wochenenden von den Vereinsmitgliedern anhören. Am kommenden Samstag und Sonntag ist der Eintritt des Museums für Besucher noch kostenlos, danach zahlen Gäste fünf Euro. Nach Anmeldung sind auch Führungen durch die Vereinsmitglieder unter der Woche möglich.

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