Barbara Otte-Kinast eröffnet am Sonntag die „Kornkraft“-Hausmesse

Ministerin besucht Biohändler in Hosüne

...inzwischen keine Expansionsmöglichkeiten mehr.

Hosüne – Was vor 37 Jahren mit dem Kartoffelverkauf auf einem Wochenmarkt in Bremen begann, ist heute ein mittelständisches Familienunternehmen: „Kornkraft“ aus Hosüne beliefert 500 Kunden (darunter Naturkostläden, aber auch Hofläden, Marktbeschicker) im Nordwesten und weiteren Norddeutschland. In fünf Ladengeschäften bietet das Unternehmen die Bio-Produkte direkt an (vier im Landkreis Oldenburg und eines in Bremen). Am kommenden Sonntag, 28. April, veranstaltet die Firma ihre Hausmesse – 100 Naturkosthändler aus Deutschland und Europa stellen dann den Tag über (und nur für Fachleute) ihre Produkte vor.

Eröffnet wird die Veranstaltung – die 25. dieser Art – in dem dafür errichteten 1 200 Quadratmeter großen Zelt von der Niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast. Die Veranstalter erhoffen sich von dem Besuch der Politikerin zudem eine Diskussion zum Thema „Klima- und Wasserschutz – welche Chancen bietet der Ökolandbau?“.

„Wir hatten einen sehr netten Kontakt auf der ,Biofach‘“, berichtet die Geschäftsführerin und Mitgründerin des Unternehmens, Sabine Schritt, von einer Begegnung mit der Ministerin während der weltweit größten Fachmesse in Nürnberg. Daraufhin habe sie Otte-Kinast eingeladen. Dass die Christdemokratin eher die „andere Seite“ des landwirtschaftlichen Spektrums repräsentiert, will Schritt nicht gelten lassen: Zum einen vertrete sie alle Seiten der Agrarwirtschaft. Zum anderen: „Die Ministerin weiß, dass die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft gehört“, gibt sich Schritt selbstbewusst. Gleichwohl: Der Marktanteil an Bio-Produkten in Deutschland ist gering: Nur 5,4 Prozent der verkauften Lebensmittel sind diesem Bereich zuzurechnen. Nach Bio-Vorgaben bewirtschaftet werden bundesweit lediglich 8,9 Prozent der Anbaufläche. „Niedersachsen ist da immer noch Schlusslicht“, sagt Susanne Schritt.

Doch das sei im Umbruch, sind sich Sabine und Tochter Nina Schritt sicher: „Der Verbraucher wünscht sich Bio“, sagen die beiden Frauen. Das lasse sich auch an dem Umsatzplus ihres Unternehmens festmachen: zehn Prozent jedes Jahr. Beziffern wollen sie den Umsatz jedoch nicht. Ein Bereich, der sich neben dem Einzelhandel weiterentwickele, seien unter anderem Kantinen oder Menü-Dienste, die auf zertifizierte Bio-Produkte setzen: „Es ist spannend, dass das zunimmt“, so Nina Schritt. „Wir sind ein Job-Motor in der Gemeinde“, sagen die beiden Geschäftsführerinnen. Das Unternehmen schaffe nicht nur Arbeitsplätze (gegenwärtig sind hier 120 Personen beschäftigt), sondern bilde auch aus – aktuell in sechs verschiedenen Berufen. Das bedingt dann auch, dass die „Kornkraft“ expandieren will – und das sei keine Frage des „ob“: „Wir wollen gerne in der Gemeinde bleiben“, sagt Nina Schritt. Gegenwärtig befinde man sich in Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung. Genaueres wollen Schritts zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht sagen.

Rund 9 000 Produkte hält „Kornkraft“ als Vollsortimenter vor, insbesondere Naturkost, aber unter anderem auch Kosmetik. Die Lagerfläche beträgt am Standort Hosüne 4 000 Quadratmeter. 250 Artikel vertreibt der Betrieb aus Hosüne unter dem eigenen Label. Mit eigenen zehn Lastwagen werden die Kunden täglich beliefert.  fra

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