Erweiterung einer bestehenden und Bau einer neuen Einrichtung in Ahlhorn geplant

1,5 Millionen Euro für Kindergärten

Der Hans-Roth-Kindergarten soll erweitert werden, weil zu wenig Plätze zur Verfügung stehen. - Foto: Beumelburg

Ahlhorn - Die Investition von rund 1,5 Millionen Euro in den Neubau und die Erweiterung je eines Kindergartens in Ahlhorn hat der zuständige Fachausschuss der Gemeinde Großenkneten am Donnerstag einstimmig empfohlen. Es geht um ein neues Gebäude mit Platz für zwei Gruppen im Norden der Ortschaft in direkter Nähe zum Neubaugebiet „Am Lemsen“, das etwa eine Million Euro kosten wird, und die Erweiterung des Hans-Roth-Kindergartens (HRK) an der Hans-Roth-Straße im Osten von Ahlhorn, für die 0,465 Millionen Euro zu zahlen wären.

Die Trägerschaft für den neuen Kindergarten würde die evangelische Kirchengemeinde übernehmen, die auch den HRK führt. Beim katholischen Herz-Jesu-Kindergarten besteht laut Verwaltung keine Chance auf eine Erweiterung wegen der räumlichen Situation.

Nötig ist die Aufstockung des Angebots, weil der Bedarf an Betreuungsplätzen in diesem Jahr nur durch die Einrichtung einer Übergangsgruppe im HRK gedeckt wurde. Darüber hinaus möchte die evangelische Kirchengemeinde die Nachmittags- in Vormittagsgruppen umwandeln. Erstere seien vor mehr als 20 Jahren als Notlösung eingerichtet worden, schreibt dazu Pfarrer Mario Testa an die Gemeinde. Wenn die Kinder am Vormittag in der Einrichtung sind, könnten sie am Nachmittag in Vereinen Sport machen und würden sich schon an die Struktur der Schultage gewöhnen, argumentiert der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates weiter. „Auch aus pädagogischer Sicht sind die Nachmittagsgruppen nicht mehr zu befürworten. Da sich in diesen fast ausschließlich Kinder mit Migrationshintergrund mit geringen deutschen Sprachkenntnissen befinden, wäre in den Vormittagsgruppen eine sinnvollere Aufteilung möglich“, so der Geistliche.

Die Kommune plant, ihre Investition von 0,465 Millionen Euro in den HRK abzusichern. Hintergrund ist, dass das Gebäude der Kirchengemeinde gehört. Diese muss für die kommenden 25 Jahre an diesem Standort einen Kindergarten vorhalten, ansonsten könnte die Kommune ihr Geld zurückfordern.

Der Gemeinderat trifft am 24. Oktober die endgültige Entscheidung. Sollte er zustimmen, könnte der neue Kindergarten bereits kommenden Sommer genutzt werden.

Im Ausschuss zeigte sich breite Zustimmung für die Erweiterungen. Einzig Axel Janßen (Kommunale Alternative) hatte „ein wenig Bauchschmerzen“ damit, dass die evangelische Kirche Träger eines weiteren Kindergartens ist. Diese stelle keine konfessionslosen Erzieher ein. „Ist das noch zeitgemäß?“, fragte Janßen. Bürgermeister Thorsten Schmidtke nahm die Anregung des Ratsherren dankend auf und versprach, sie an die evangelische Kirche weiterzuleiten.

bor

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