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Landwirte im Landkreis Oldenburg wollen mehr Nahrungsmittel anbauen

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Von: Gero Franitza

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Im Landkreis Oldenburg ist die Ernte bald abgeschlossen. Sollen in Deutschland noch weitere Felder bestellt werde, sei eine baldige Entscheidung der Bundesregierung nötig, fordert das Kreislandvolk. Symbolfoto: dpa
Im Landkreis Oldenburg ist die Ernte bald abgeschlossen. Sollen in Deutschland noch weitere Felder bestellt werde, sei eine baldige Entscheidung der Bundesregierung nötig, fordert das Kreislandvolk. © dpa

Wegen der Hungergefahr: Der Kreislandvolkverband fordert, dass die Bundesregierung den Weg frei macht, damit mehr Nahrungsmittel angebaut werden können.

Huntlosen/Landkreis – Die Lebensmittel werden weltweit knapp, Hungersnöte sind auf manchen Kontinenten nicht auszuschließen. Sollten in Deutschland daher mehr Nahrungsmittel produziert werden? Der Landvolkverband Oldenburg Land ist dazu bereit, fordert von der Bundespolitik aber eine umgehende Entscheidung, denn die Felder müssten alsbald bestellt werden – die Zeit läuft.

„Mit dem heutigen Ist-Zustand der weltweiten Getreidevorräte von weniger als 130 Tagen ist die Ernährungssicherheit an einem kritischen Punkt angelangt. In weiten Teilen der Welt werden durch Trockenheit Ernten gefährdet und durch den immer noch andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine ist im nächsten Jahr von einer sich noch weiter verschärfenden Situation bei der Nahrungsmittelversorgung auf der Erde auszugehen“, heißt es in einer Pressemitteilung, die das hiesige Landvolk in Abstimmung mit dem Nachbarverband Mittelweser mit Sitz in Syke jetzt herausgegeben hat.

In Anbetracht dieser Situation wollten die niedersächsischen Landwirte vorhandenes Produktionspotenzial nicht ungenutzt lassen und begrüßten deshalb den Vorschlag der EU-Kommission vom 22. Juli, stillzulegende Flächen vorübergehend weiter für die Nahrungsmittelerzeugung nutzen zu dürfen. „Leider hat sich die Bundesregierung bislang noch nicht dazu durchringen können, diese Ausnahmeregelungen auch in Deutschland zu ermöglichen“, kritisieren die Agrarier.

Verweis auf andere Staaten

Das Landvolk halte es ethisch nicht für vertretbar, „dass unsere Landwirte anders als in vielen anderen Mitgliedsstaaten in dieser Krise keine zusätzlichen Flächen für die Nahrungsmittelerzeugung nutzen dürfen, und fordert die Bundesregierung auf, unverzüglich den Weg freizumachen für die Empfehlung der EU-Kommission, ursprünglich für die Stilllegung vorgesehene Flächen zur Nahrungsmittelproduktion freizugeben, um sie bestellen zu können.“

Die Entscheidung dulde jedoch keinen Aufschub, weil die Landwirte allerspätestens jetzt die Stoppeln der abgeernteten Felder bearbeiten sowie Saatgut ordern und bestellen müssten. „Schließlich richtet sich die Landwirtschaft nach den Jahreszeiten und dem Wetter aus, nicht nach dem Datum politischer Beschlüsse.“

Sechs Begründungen für diese „drängende Forderung“ nennt das Landvolk in seinem Appell:

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