Landkreis Vechta befasst sich mit Zuschussantrag für Schießstand in Ahlhorn

Bürgerinitiative: Jägerschaft gaukelt Einvernehmen vor

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Noch wird der Schießstand trotz Genehmigung nicht gebaut. Archivfoto: Tenbrink

Ahlhorn - Die Bürgerinitiative (BI) „Ahlhorn ohne Schießlärm“ wirft den Jägerschaften Cloppenburg und Vechta vor, in ihrem Antrag für Zuschüsse für den Bau des Schießstands in Ahlhorn fälschlicherweise Einvernehmen mit den Anliegern vorzugaukeln. Die Waidmänner verweisen darauf, dass der überwiegende Teil der Betroffenen kein Problem mit dem Schießstand habe.

In einem Schreiben der BI an den Landrat des Landkreises Vechta, Herbert Winkel, das unserer Zeitung vorliegt, heißt es: „Mit Verwunderung haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Jägerschaften Cloppenburg und Vechta in ihren Zuschussanträgen für den Bau einer Schießsportanlage in Ahlhorn behaupten, dass ‚sowohl mit den Anliegern als auch mit der Gemeinde inzwischen ein einvernehmliches Verhältnis aufgebaut werden konnte‘. Das ist falsch.“ Wenn das der Fall wäre, würde es keine nachbarrechtliche Klage geben, so die Sprecher der BI, Vera Palme und Peter Petersmann. Damit beziehen sie sich auf einen Widerspruch gegen die Genehmigung der Anlage, der negativ beschieden wurde. Gegen diesen Widerspruchsbescheid laufe eine Klage.

Auf die Vorwürfe erwidert der Vorsitzende der Jägerschaft Cloppenburg, Thomas große Beilage, auf Nachfrage unserer Zeitung: „Der überwiegende Teil der Betroffenen hat ganz klar gesagt, dass er kein Problem mit dem geplanten Schießstand hat.“ Damit bezieht er sich unter anderem auf die Besichtigung des Schießstands in Garlstorf in der Nordheide mit interessierten Ahlhornern im April vergangenen Jahres. Dazu hatten die Jäger eingeladen. „Ich gebe ja zu, dass nicht alle Mitglieder der Bürgerinitiative dabei waren, aber alle, die mit waren, haben einhellig gesagt: ‚So ist es okay.‘“

Große Beilage verweist darauf, dass das Projekt genehmigt ist, daran werde auch die Klage nichts ändern. Allerdings würden noch Planungen laufen. „Wir überlegen noch, was wir verbessern können. Auch im Sinne der Beschwerden von Anliegern.“ Zum Beispiel sei nicht vorgesehen, zu besonders ruhigen Zeiten wie an Sonn- und Feiertagen zu schießen.

Die Pläne der Jäger sehen vor, den Landkreis Cloppenburg um 270000 Euro und den Landkreis Vechta um 230000 Euro zu bitten, um das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Standortschießanlage in Ahlhorn umzusetzen. Insgesamt sind dafür knapp zwei Millionen Euro veranschlagt. Die tierschutzkonforme Jagdausübung erfordere dringend die Ausbildung und die Übung mit fliegenden Objekten, so große Beilage. Er kündigt an, die Öffentlichkeit zu beteiligen, sobald konkrete Planungen vorliegen. Über den Antrag, 230000 Euro vom Landkreis Vechta zu erhalten, berät heute der Finanz-, Wirtschafts- und Sozialausschuss des Landkreises im kleinen Sitzungssaal des Kreishauses in Vechta.

bor

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