Landgericht verurteilt 26-Jährigen zu einer Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro

Angeklagter verkaufte Dopingmittel

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Mediengruppe Kreiszeitung

Grossenkneten - Weil er in Großenkneten Dopingmittel für Sportler verkauft hat, ist ein 26 Jahre alter Mann aus Oldenburg am Donnerstag vom Oldenburger Landgericht zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt worden. Damit hob die Kammer auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hin ein früheres Urteil des Oldenburger Amtsgerichtes wieder auf. Das hatte den Angeklagten in einem ersten Prozess noch freigesprochen.

Laut Anklage soll sich der 26-Jährige von einer ausländischen Firma 21 Pakete mit dem Dopingmittel schicken lassen haben, und zwar an die Anschrift seiner Mutter. Die Bezahlung der Ware wurde verschleiert, am jeweiligen Versandtag hatte der Angeklagte aber größere Geldbeträge von seinem Konto abgehoben. Auf die Spur des 26-Jährigen kamen die Ermittler nach einer Anzeige durch eine Mutter aus Großenkneten. Sie hatte herausgefunden, dass der Angeklagte auch ihren 16-jährigen Sohn mit dem Dopingmittel beliefert haben sollte.

Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung durch die Polizei wurde bei dem Angeklagten aber nichts gefunden. So blieb dem Oldenburger Amtsgericht erstinstanzlich nichts anderes übrig, als den Angeklagten freizusprechen, zumal der 16-Jährige aus Großenkneten die Aussage verweigert hatte. Man wisse zwar um die Existenz der Pakete, kenne aber nicht den Inhalt, hieß es im ersten Urteil.

Doch den Freispruch wollte die Staatsanwaltschaft nicht akzeptieren. Sie legte Berufung gegen das Urteil ein – mit Erfolg, wie sich jetzt zeigte. Der Anklage kamen dabei neue Ermittlungsergebnisse zugute. Federführend in der Ermittlung gegen die ausländische Firma, die Dopingmittel im Internet vertreibt, ist die Polizei in Lüneburg. Die hatte erst kürzlich Verbindungsdaten auslesen können, die eine geschäftliche Beziehung zwischen der Firma und dem Angeklagten nachwiesen. Vier Sendungen konnten nachvollzogen werden. Diese gab der Angeklagte gestern auch zu. Von den Lieferungen habe er auch einen Teil verkauft, räumte der 26-Jährige am Donnerstag zudem ein.

wz

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