Blockhaus Ahlhorn bleibt vorerst weiter geschlossen

Landeskirche verlängert „Winterschlaf“

Eine Teilansicht des Grundstücks an den Ahlhorner Fischteichen mit Alt- und Neubauten.
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Blockhaus Ahlhorn: Falls sich kein neuer Interessent findet, ist sogar ein Abriss im Gespräch.

Oldenburg/Ahlhorn – Die Oldenburgische Landeskirche verlängert die im Dezember bekannt gegebene zeitweilige Schließung des Blockhauses Ahlhorn. Diese als „Winterschlaf“ bezeichnete Auszeit für die Einrichtung werde aufgrund des zunächst bis Mitte Februar geltenden bundesweiten Lockdowns verlängert, heißt es in einer Pressemitteilung aus Oldenburg. Die Synode der Landeskirche hatte Ende vergangenen Jahres beschlossen, sich aus der Trägerschaft der traditionsreichen Jugendeinrichtung zurückzuziehen.

„Mit Blick auf die Gesundheit von Mitarbeitenden, deren Familien oder auch Gästen ist es derzeit nicht zu verantworten, den Betrieb im Jugend- und Freizeitheim Blockhaus Ahlhorn wieder hochzufahren“, so Oberkirchenrätin Dr. Susanne Teichmanis. Die Appelle aus Politik und Wissenschaft, alle erdenklichen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, hätten die oldenburgische Kirche zu diesem Schritt veranlasst.

Doch bringt Teichmanis auch einen weiteren Punkt ins Spiel: Aufgrund der „massiv eingebrochenen Belegungszahlen“, die in naher Zukunft keine Veränderung erwarten ließen, werde die Schließung bis zum Ende der Osterferien am 11. April verlängert, wird sie in der Pressemitteilung aus Oldenburg zitiert.

Neun potenzielle Interessenten

Optimistisch zeigt sich die Oberkirchenrätin mit Blick auf die eingegangenen Interessensbekundungen zur Übernahme einer Trägerschaft des Blockhauses Ahlhorn: „Dass wir nach neuen Kooperationen für das Blockhaus Ahlhorn suchen, ist ja bereits seit zwei Jahren bekannt. Aber erst das sehr klare Votum der oldenburgischen Synode vom November vergangenen Jahres, dass sich die evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg zeitnah aus der alleinigen Trägerschaft des Blockhauses Ahlhorn zurückziehen wird, hat letztendlich dazu geführt, dass wir jetzt mit neun Interessenten ernsthaft in Gespräche eintreten könnten.“

Bereits während der Synoden-Phase hatte die Kirchenverwaltung bekannt gegeben, mit potenziellen Übernahme-Kandidaten im Gespräch zu sein. Sollten diese allesamt scheitern, sieht der Beschluss des Kirchenparlaments im Extremfall sogar den Abriss der Gebäude vor.

Arbeitsgruppe forciert Ausstieg aus der Trägerschaft

Derzeit arbeite eine eigens ins Leben gerufene Arbeitsgruppe in der oldenburgischen Kirche „mit Hochdruck“ daran, den Beschluss der Synode – sich aus der alleinigen Trägerschaft des Blockhauses zurückzuziehen – umzusetzen, heißt es weiter. Grund für Letzteres war der latent hohe finanzielle Zuschussbedarf der Einrichtung. Weiterhin sehe der Beschluss vor, dass parallel Übernahmeverhandlungen mit anderen Trägern unter Einschluss möglicher Kooperationen oder Beteiligungen der Landeskirche geführt werden, so die Kirche.

Die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Curacon“ steuere derzeit die Verhandlungen mit den besagten neun Interessenten über „Fortführungs- und Übernahmeperspektiven“ am Blockhaus Ahlhorn, schreibt die Landeskirche weiter. Auf Basis von Fragebögen strukturiere und koordinierte die Gesellschaft eine Auswertung der Antworten und werde „in einem nächsten Schritt eine begrenzte Zahl an Interessenten zu konkreten Gesprächen“ einladen, heißt es weiter. In diesen Gesprächen sollen die Nutzungskonzepte von den Bewerbern präsentiert und Fragen von beiden Seiten geklärt werden. Dabei werde es laut Teichmanis neben anderen Aspekten eine Rolle spielen, ob bei zukünftigen Konzepten eine Nutzung durch Jugendgruppen der oldenburgischen Kirche möglich sein wird. Vieles werde davon abhängen, „welchen Nutzungskonzepten die Niedersächsischen Landesforsten als Eigentümerin des Grundstücks zustimmen können. Es ist in unserem Interesse, dass die Belange des Naturschutzes gewahrt bleiben“, so Teichmanis abschließend.

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