Konzept macht Sparvorgaben bis 2030

Kreissynode in Ahlhorn: „Kein Stellenabbau im Jugendbereich!“

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Die Diakonie im Kirchenkreis sei sehr gut aufgestellt, urteilte Saskia Kamp.

Ahlhorn/Landkreis/Delmenhorst - „Wir meinen, dass eine Stellenreduktion im Bereich der Jugendarbeit weder wünschenswert noch förderlich ist, sondern die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, gerade im Hinblick auf den Einsatz von Diakoninnen und Diakonen, Priorität genießen sollte. Dagegen sollten andere Handlungsfelder zurückstehen“, fasste Kreispfarrer Bertram Althausen auf der im Blockhaus Ahlhorn tagenden Kreissynode des Kirchenkreises Delmenhorst/Oldenburg-Land die gemeinsame Position von Kreiskirchenrat und -jugendausschuss zusammen. 

Beide Gremien haben eine Eingabe „für eine Stärkung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ bei der Landessynode eingereicht. Darin wird einer vorgeschlagenen Stellenreduzierung für Jugenddiakone um insgesamt bis zu 40 Stellen eine klare Absage erteilt. Auch wenn die Oldenburgische Kirche 124 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 einsparen müsse, „um eigenständige Oldenburgische Kirche bleiben zu können“, sollten die Einsparungen auf anderen Handlungsfeldern erreicht werden, betonte Althausen – „wegen der großen Bedeutung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für ein nachhaltiges kirchliches Handeln.“

Im Rahmen eines neuen Pfarrstellenbesetzungskonzeptes ist der Kirchenkreis gefordert, von den 38,25 Pfarrstellen im Kirchenkreis 4,25 Stellen bis 2030 einzusparen. Hierüber wird auf der Herbstkreissynode beraten.

Die Kreissynode blickte auf die vor drei Jahren selbst gesetzten Ziele zurück – und auf das, was daraus geworden ist. Dazu gab es Arbeitsgruppen zu den Themenbereichen „Kinder- und Jugendarbeit fördern“, „Voneinander lernen“, „Diakonie entwickeln“ und „Flüchtlingssozialarbeit unterstützen“. Saskia Kamp (Harpstedt), die neue Geschäftsführerin des Kreisdiakonischen Werkes, zeigte sich erfreut darüber, wie gut die Diakonie im Kirchenkreis aufgestellt ist. Dank der Arbeit ihres Vorgängers Franz-Josef Franke „sind wir da führend“.

Kreisjugendpfarrerin Christiane Geerken-Thomas wies auf das neue Jugendarbeitsprojekt „KiWi“ hin. Heranwachsende können dabei ein mobiles und interaktives Jugendzentrum auf Rädern in Form eines Wohnwagens vom Kreisjugenddienst für Projekte zur Verfügung gestellt bekommen.

Pastorin Anne Frerichs aus Düsternort zeigte sich erfreut darüber, dass durch die immer noch aktive Flüchtlingssozialarbeit neue Ehrenamtliche erreicht worden seien.

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