Kreis gegen Erstaufnahme in Ahlhorn

1500 Flüchtlinge im Metropolpark?

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Die „Metropolpark Hansalinie“ in Ahlhorn hat sich als Erstaufnahmeeinrichtung ins Gespräch gebracht.

Wildeshausen - Die „Metropolpark Hansalinie“ (Firma Bunte) hat sich direkt an das Ministerium für Inneres des Landes Niedersachsen gewandt, um Immobilien des ehemaligen Fliegerhorstes in Ahlhorn für eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes ins Gespräch zu bringen. Aus einem internen Papier, das unserer Zeitung vorliegt, geht hervor, dass dort binnen vier Wochen Unterbringungsplätze für 300 Personen zur Verfügung gestellt werden könnten. Zudem könnten „zeitnah weitere Unterbringungsplätze für 1500 Menschen geschaffen werden“, heißt es in dem Angebot. Die „Metropolpark Hansalinie“ hat bisher keine Angaben zu finanziellen Dingen gemacht. Das soll dem Vernehmen nach auch nicht vor Aufnahme von Vertragsverhandlungen mit dem Landkreis Oldenburg geschehen.

„Wir haben keine potenzielle Erstaufnahmeeinrichtung gemeldet“, betonte Landrat Carsten Harings mit Nachdruck am Dienstag im Rahmen einer Sitzung des Fachausschusses und erklärte, nichts von Gesprächen zwischen dem Eigentümer und dem Innenministerium zu wissen. „Eine Erstaufnahme dort wird vom Landkreis auch nicht befürwortet.“ Allerdings müsse man sich mit Notunterkünften befassen und in diesem Zusammenhang sei auch das Gespräch mit der „Metropolpark Hansalinie“ zu suchen, denn an 300 potenziell zur Verfügung stehenden Plätzen könne man nicht vorbeisehen. In der nahen Zukunft sei mit 30 bis 40 neuen Flüchtlingen wöchentlich im Landkreis zu rechnen.

„Solch eine Liegenschaft wie in Ahlhorn hat nicht jeder“, betonte Harings. „Also müssen wir uns damit als Gemeinschaftsunterkunft beschäftigen.“

In diesem Zusammenhang, so Sozialdezernent Bodo Bode, täten sich weitere Problemfelder auf. „Es geht um ärztliche Versorgung, zentrale Verpflegung und Reinigung, Beschulung von Kindern, Freizeit- und Beschäftigungsangebote, Sicherheit und Schutz der Einrichtung. Zudem gelte es, als Kreisverwaltung mit Ausländeramt, Amt für Arbeit, Soziale Sicherung sowie Gesundheitsamt in den Aufnahmeeinrichtungen präsent zu sein. Auch sei eine Kompensation der Belastungen der betroffenen Sozialräume wichtig. Eine Gemeinde wie Großenkneten sei mit dem Ortsteil Ahlhorn ohnehin schon extrem durch Werkvertragsarbeiter belastet.

Deshalb hat die Gemeinde Großenkneten am Dienstag noch einmal mit Nachdruck betont, einer Gemeinschaftsunterkunft in Ahlhorn nicht zustimmen zu wollen.

dr

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