Interkulturelle Woche: „Vielfalt verbindet“

Kolpingsfamilie gegen Fremdenfeindlichkeit

Bernd Book, Ann-Christin Gericks, Anastasia Warkentin und Dietmar Fangmann (von links) sprachen über die Integration von Flüchtlingen in Großenkneten.

Großenkneten - Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ geht in diesen Tagen die interkulturelle Woche in der Gemeinde Großenkneten über die Bühne. Auch die katholische Kirche leistet ihren Teil. So hob Pfarrer Erhard Bögershausen die christliche Verantwortung Migranten gegenüber hervor, bevor sich rund 50 Teilnehmer eines Forums im Pfarrheim der katholischen Kirche in Ahlhorn einfanden, heißt es in einer Mitteilung.

Bernd Book, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, ging in seinen einleitenden Worten auf die Auswirkungen der Migration auf den Zusammenhalt der Gesellschaft ein. „Die aktuelle Debatte um den Umgang mit Flüchtlingen verweist mehr denn je auf die größeren, grundsätzlichen Fragen von respektvollem Miteinander, freiheitlichen Grundrechten und demokratischer Willensbildung“, so Book. „Wir als Christen sagen in aller Klarheit: Politik, die Fremdenfeindlichkeit schürt, von Angst gegen Überfremdung lebt, Grundfreiheiten infrage stellt, ist mit einer christlichen Haltung nicht vereinbar.“

Auf diesen Beitrag folgte ein Vortrag von Dietmar Fangmann von der Caritas. Er ging auf das Leben einer geflüchteten Frau aus Somalia, die Geschichte der Migration in der Bundesrepublik und Jesus als politischen Flüchtling ein.

Anschließend berichtete die Integrationsbeauftragte der Gemeinde Großenkneten, Ann-Christin Gericks, von der aktuellen Situation asylsuchender Menschen sowie osteuropäischen Gastarbeitern in der Kommune. „Aus der Runde wurde signalisiert, dass die Ressourcen und der Wille vorhanden sind, sich den Herausforderungen weiterhin zu stellen, damit die Vielfalt in der Gemeinde immer verbindender wirken kann“, teilte Gericks mit. Die Menschen hätten das Recht, hier zu sein. „Wir haben die Wahl, aneinander vorbei zu leben und Parallelgesellschaften entstehen zu lassen, oder wir bewegen uns aufeinander zu, sprechen und diskutieren gemeinsam über die Zukunft. Europa hat eine Vorbildfunktion inne und zeigt, wie kreative Kräfte entfesselt werden können, um zukunftsfähige und friedliche Lösungen entwickeln zu können.“

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