Hans-Roth-Kindergarten und Grundschule werden erweitert / Üppige Zuschüsse

Kneter Rat beschließt Ausbau in Ahlhorn

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Die Grundschule an der Schulstraße in Ahlhorn soll erweitert werden. 

Großenkneten - Mit etwa 2,2 Millionen Euro sollen in Ahlhorn der Hans-Roth-Kindergarten und die Grundschule ausgebaut werden. Das hat der Großenkneter Gemeinderat am Montagabend einstimmig beschlossen.

Die Maßnahmen belasten den Etat der Kommune nur zum Teil, denn es fließen üppige Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier“ (wir berichteten). Für die Grundschule überweist das Land knapp 1,15 Millionen Euro, sodass Großenkneten nur rund 180 .000 Euro zusätzlich aufwenden muss. Mit 775. 000 Euro bezuschusst das Land Anbau und Erweiterung des Kindergartens. Die Kommune gibt rund 105. 000 Euro dazu.

Ratsfrau Anke Koch (Kommunale Alternative/KA) hob hervor, dass „der Kindergarten das Thema ,Integration‘ schon seit Jahren groß schreibt“. Der Küchenbereich im aktuellen Gebäude sei aber schon lange nicht mehr in Ordnung. Auch die Erweiterung der Grundschule sei eine gute Lösung. Gerade mit Blick auf die „vielen Fördermittel“. Alexander Lohrey (CDU) erinnerte daran, dass die Grundschule und der Kindergarten „aus allen Nähten platzen“. „Die Beteiligten haben es verdient. Erweiterung hat ja auch immer etwas mit Verschönerung zu tun“, sagte Imke Haake (FDP). „Die Schule zu erweitern, war ein besonderes Bedürfnis unserer Fraktion“, betonte Herbert Sobierei (AfD). Es gab auch Lob für den Kämmerer, der immer emsig um Fördermittel bemüht sei.

Vier Millionen Euro neue Schulden geplant

Zudem beschloss der Rat den Nachtragshaushalt für dieses Jahr mit einem Überschuss von 1,8 Millionen Euro. „Das klingt zwar auf den ersten Blick hervorragend, aber wir haben einige teure Maßnahmen geschoben. Deswegen sollten wir die Euphorie nicht zu hoch hängen“, äußerte sich Andrea Naber (CDU), die auch Vorsitzende des Finanzausschusses ist. Die Gemeinde plant nach wie vor mit einer Schuldenaufnahme von vier Millionen Euro.

Der Überschuss ist zu einem großen Teil der gestiegenen Gewerbesteuer zu verdanken. Zudem ist die Kreisumlage gesunken, was 150. 000 Euro ausmacht. Im Hintergrund schwelt jedoch nach wie vor ein Steuerstreit mit einem großen Betrieb, der vor Gericht ausgetragen wird. „Ich hoffe, die Sache geht zu unseren Gunsten aus“, so Axel Janßen (KA), der im Verlauf der Sitzung für seine 20-jährige Zugehörigkeit zum Rat geehrt worden war. 

bor

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