Gemeinde Großenkneten senkt Energiekosten um 6,8 Prozent im Jahr 2013

Kleine Schritte führen zu großen Einsparungen

Grossenkneten - Von Ove Bornholt. Die Gemeinde Großenkneten hat in Zusammenarbeit mit der EWE im vergangenen Jahr 6,8 Prozent der Energiekosten bei 28 Liegenschaften eingespart. Die Kommune und der Energieversorger zogen gestern in einer Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses nach einem Jahr ein Zwischenfazit ihres gemeinsamen Pilotprojekts.

„Das Ziel ist es, die Energiekosten durch verändertes Verhalten und Maßnahmen, die wenig oder keine Mittel erfordern, zu senken“, fasste Großenknetens Bürgermeister Thomas Schmidtke das Vorhaben zusammen. Mit dem Energieverbrauch sind die Kosten für Strom, Wärme und auch für Frischwasser gemeint.

Das Pilotprojekt ist auf fünf Jahre angelegt. Am Ende sollen die Energiekosten für die ausgewählten Liegenschaften von 275 000 Euro im Jahr 2011 auf 240 000 Euro im Jahr 2017 gesunken sein. In den 28 Liegenschaften enthalten sind Gebäude aus der ganzen Gemeinde. Darunter sind das Rathaus, Turnhallen, Kindergärten und das Schulzentrum sowie die Grundschule in Ahlhorn.

Die Einsparungen werden zum Beispiel durch Schulungen der Hausmeister, die Optimierung von Heizungsanlagen (weniger Stillstands- und Bereitschaftszeiten) und die Senkung von Temperaturen in Server-Räumen erreicht.

Mitarbeiter der EWE haben einen Katalog mit 58 Maßnahmen aufgestellt. Diese werden bei den Gebäuden, deren Energieverbrauch am stärksten über dem Durchschnitt bei solchen Gebäudearten liegt, zuerst durchgeführt.

Mit der Einsparung von 18 700 Euro im vergangenen Jahr, also 6,8 Prozent des Werts von 2011, zeigte sich Diplom-Ingenieur Thomas Kwapich von der EWE zufrieden. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, lobte er die bisherigen Fortschritte vor den Ausschussmitgliedern.

Die EWE macht das Projekt allerdings nicht aus reinem Vergnügen. Das Unternehmen kassiert 2 750 Euro Grundbetrag pro Jahr und bekommt 50 Cent von jedem eingesparten Euro. Langfristige Ziele sind neben der Entlastung des Haushalts, die Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen und die Etablierung der Gemeinde als Vorbild für die Bürger. „Energie wird voraussichtlich immer teurer“, begründete Kwapich den Wert des Projekts.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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