5,86 Millionen Euro in Umbau investiert

Kirche weiht Blockhaus Ahlhorn ein

Bürgermeister Thorsten Schmidtke (l.) bedauert, dass die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird. - Foto: Beumelburg

Ahlhorn - Insgesamt 5,86 Millionen Euro flossen in die Sanierung und Erweiterung des Blockhauses in Ahlhorn – am Donnerstag weihte die evangelische Kirche das Gebäude mit einem Gottesdienst ein.

Die Arbeiten an dem Jugend- und Freizeitheim hatten im Sommer 2014 begonnen und sind noch nicht ganz beendet. So sollen die Außenanlagen neu gestaltet und ein Seehaus gebaut werden. Im gleichen Zuge ist der Rückbau der vorhandenen Kläranlage angedacht. „Schon jetzt ist klar zu sehen, dass wir mit den Sanierungsmaßnahmen eine Bildungsstätte für die Zukunft geschaffen haben, in der sich die Gäste wohlfühlen können“, sagte die Präsidentin der evangelischen Synode, Sabine Blütchen.

Auch wenn Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke sein Bedauern darüber anmerkte, dass die Öffentlichkeit zukünftig keinen Zutritt zum Gelände hat, bezeichnete er das gesamte Bauprojekt als gelungen und hofft, dass die Einrichtung lange erhalten bleibt. „Zumindest die St.-Petri-Kapelle und der Kaminraum, in denen unter anderem Hochzeiten gefeiert werden können, werden weiterhin zugänglich sein“, freute sich Schmidtke. „Die neuen Häuser fügen sich optimal in das Gesamtbild der Anlage ein“, fügte er hinzu.

Zusammen mit den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der Infrastruktur hat die Einrichtung auch eine neue Leitung bekommen: Bereits seit Dezember 2015 hat Anke Peinemann aus Goslar das Ruder in der Hand. Zuvor war sie im Tagungshaus des Benediktinerklosters in Halberstadt tätig. Mit einem Einsegnungsgottesdienst wurde sie von Oberkirchenrat und Pastor Detlef Mucks-Büker ihn ihr Amt eingeführt.

Erlebnispädagogische Ansätze im Fokus

Im neuen Konzept für die Zukunft des Blockhauses geht es beispielsweise darum, Gruppen die Möglichkeit zu geben, auch hauseigene Referenten zu buchen. Der Fokus liegt dabei auf erlebnispädagogischen Ansätzen, mit denen die Kinder und Jugendlichen lernen können, eine Feuerstelle einzurichten, ohne Zündhölzer oder Feuerzeug zu gebrauchen. Fährtenlesen, einen Unterschlupf bauen und vieles mehr ist ebenso möglich. In den Tagungsräumen, die auf den neuesten Stand mit hellen Räumen und moderner Technik gebracht wurden, sind Wohlfühlelemente eingefügt.

Unter dem Aspekt, den Glauben und auch die Umwelt kennenlernen und sich dabei selbst entfalten zu können, sei die Einrichtung zu ihren ursprünglichen Wurzeln zurückgekehrt, sagte Leiterin Peinemann. „Außerdem sollen sich die Gäste wohlfühlen und nicht von Spaziergängern gestört werden.“ 

jb

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