Jahresempfang der Kreisgruppe Ahlhorn/Dringend Nachwuchs benötigt

Reservisten haben mit dem Alter zu kämpfen

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Zum Treffen der Reservisten gesellte sich auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (rechts).

Ahlhorn/Delmenhorst - Schon während der Begrüßungszeremonie beim Jahresempfang des Reservistenverbands der Kreisgruppe Ahlhorn machte Stabsfeldwebel außer Dienst Wolfgang Jondral von der Reservistenkameradschaft Delmenhorst deutlich, dass der Verband einem deutlichen Alterungsprozess unterliege und dringend Nachwuchskräfte benötige. Dabei sei die Arbeit der Reservisten für die Bundeswehr unverzichtbar, heißt es in einer Mitteilung der Kreisgruppe zu dem Treffen in Delmenhorst. Dieser gehören 18 Kameradschaften mit insgesamt rund 1350 Mitgliedern aus den Landkreisen Cloppenburg, Oldenburg, Vechta sowie den kreisfreien Städten Oldenburg und Delmenhorst an.

Der Vorsitzende der Kreisgruppe, Feldwebel der Reserve Peter Schröbel, bedauerte, dass ein Reservist bei Vollendung seines 65. Lebensjahrs seine gesamten Qualifikationen im Rahmen der Bundeswehrarbeit automatisch verliert. Doch im Führungsgremium würden erfahrene, ehemalige Soldaten dringend benötigt, da die Truppe immer mehr in Auslandseinsätzen engagiert sei und sie sich besonders schwierigen Herausforderungen wie beispielsweise in Mali und wieder in Afghanistan stellen müsse. Auch die Flüchtlingshilfe erfordere Kräfte. Immer mehr Reservisten erfüllten hier ihren Dienst.

Das bestätigte auch Delmenhorsts Oberbürgermeister Axel Jahnz: „Die sicherheitspolitische Lage hat sich längst verändert. Europa ist nicht mehr so stabil, und die Debatte über die Flüchtlingshilfe spaltet Deutschland“, sagte er. Dabei habe er auch deutlich gemacht, energisch gegen Populisten angehen zu wollen. Denn er selbst hätte sich vom Leid und dem Elend bei ankommenden Flüchtlingen überzeugt. „Hier stellt sich nicht die Frage, warum man helfen sollte. Humanitäre Unterstützung, bei der die Reservisten und die Bundeswehr eine wertvolle Hilfe vor allem im logistischen Bereich sind, ist dringend angesagt“, sagte der Verwaltungschef.

Delmenhorst sei und bleibe eine Garnisonsstadt, befürwortet er die Anwesenheit der Armee. „Bundeswehr macht Spaß“, so der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Hude.

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