Oldenburgische Landschaft beginnt mit dem 28. Plattdeutsch-Vorlesewettbewerb

In Huntlosen „geiht dat los“

Vize-Landesmeister Hendrik Hellmer (Dritter von rechts) liest Schülern, Lehrern und Gästen in Huntlosen vor. Foto: fra

Huntlosen - „Nu geiht dat wedder los mit dat plattdüütsch lääsen“ - oder auf Hochdeutsch: Der 28. Lesewettbewerb der Oldenburgischen Landschaft für Schüler ab der dritten Klasse hat begonnen. Der „Startschuss“ dazu ist am Dienstagmittag in der Grundschule Huntlosen gefallen. „Wir suchen uns immer eine Schule aus, die schon seit Jahrzehnten erfolgreich dabei ist“, erläuterte Johann Strudthoff die Ortswahl. Er ist Lehrer am Gymnasium Wildeshausen und koordiniert den „Lääswettstriet“ im Landkreis Oldenburg. „Und Huntlosen ist seit jeher immer ganz vorn mit dabei.“

Alle zwei Jahre können Kinder und Jugendliche in fünf Altersstufen - bis hin zur Berufsschule und der Klasse 13 - mit selbst gewählten Texten gegeneinander antreten. Die Schulsieger kommen weiter zum Kreisentscheid, danach zum Wettstreit auf regionaler und schließlich auf Landesebene. 4000 Teilnehmer zählte der vorangegangene Wettbewerb landesweit.

Den Grundstein für einen Erfolg legt die Grundschule Huntlosen mit einer eigenen Plattdeutsch AG. Spielerisch sollen die Kinder an die niederdeutsche Sprache herangeführt werden und dabei zudem viel Spaß haben. „Die Eltern sprechen nur noch vereinzelt Plattdeutsch“, beschreibt Kira Wassermann, die Plattdeutschbeauftragte der Schule, die Situation. Doch das Interesse bei den Kindern ist offenbar vorhanden: Immerhin elf der 68 Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klasse sind bereit, nach dem Schulunterricht zusammen mit Lehrerin Anke Bantele die Sprache zu lernen.

Strudthoff hatte drei fachkundige Gäste mit nach Huntlosen gebracht: die Plattdeutschbeauftragte der Gemeinde Großenkneten, Margret Hesselmann, Ernst-August Bode, der sich seit Jahren für den Wettbewerb engagiert, sowie den 13-jährigen Hendrik Hellmer aus Brettorf. Letzterer besucht die siebte Klasse des Gymnasiums und hat im vergangenen Jahr den zweiten Platz der Landesmeisterschaft in Hannover belegt. Er las den eine kurze Geschichte („Frünnen“) vor. Zu Hause spricht er mit seinem Vater regelmäßig Platt. Bode und Hesselmann freuten sich über die Übungen der Grundschüler. Als Dankeschön verteilte sie eine Postkarte der Gemeinde Großenkneten mit dem Aufdruck „Schnakplatt, denn kannstwatt.“ Die Schulen ermitteln ihre Sieger und melden sie dann an die jeweiligen Koordinatoren. Strudthoff nimmt diese bis zum 4. April entgegen und ist telefonisch unter Telefon 04431/938150 oder per E-Mail an joh.strudhoff@ewetel.net zu erreichen. Die Regularien des Wettbewerbs finden sich auf der Homepage des Veranstalters (Stichwort: Plattdeutscher und saterfriesischer Wettbewerb).

Lääswettstriet online:

www.oldenburgische-landschaft.de

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