40 Millionen Euro für Bioraffinage in Ahlhorn geplant 

AfD hinterfragt Absage an Investor

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Durch das Tor des Metropolparks Ahlhorn sollen keine Güllelaster rollen, meint eine Mehrheit der Politik in Großenkneten. 

Großenkneten - Die Großenkneter AfD hinterfragt die Absage an einen Investor, der für 40 Millionen Euro eine Bioraffinage auf dem Gelände des Metropolparks in Ahlhorn errichten will.

Dahinter verbirgt sich eine Anlage, die aus Rinder- und Schweinegülle Stoffe wie Methan, Stickstoff, Kohlendioxid und Wasser herauszieht. Und das ist ein Problem, weil der Bebauungsplan die Abfallbehandlung auf dem Areal ausschließt. Dieser müsste also angepasst werden. Aber „interfraktionelle Gespräche und Verhandlungen haben gezeigt, dass eine politische Mehrheit für die Änderung nicht zu erreichen ist“, heißt es in der Vorlage für die Ratssitzung am Montag, 12. Juni, ab 17 Uhr im Rathaus.

Der Investor hatte seine Pläne bisher nicht öffentlich vorgestellt, weswegen sich die Verwaltung mit genauen Informationen zu den Absichten des Unternehmens schwertut. Laut AfD handelt es sich bei den 40 Millionen um eine Summe, die ohne Zuschuss von Steuergeldern auskommt. Zudem sollen zehn Arbeitsplätze geschaffen werden. Durch die Bioraffinage würden auch „das Nitratproblem in der Region reduziert und der Landwirtschaft durch geringere Kosten (Abgabe der Gülle und Transport) erhebliche Kosteneinsparungen ins Haus stehen“, heißt es in dem Antrag der AfD, die Änderung des Bebauungsplans öffentlich zu diskutieren.

Es sei „unverständlich, dass ohne Einbringung in die Ausschüsse, lediglich auf Zuruf unter den Fraktionen hier ein Investor unter bekanntgewordenen fadenscheinigen Begründungen abgelehnt wird“, so die AfD. Damit bezieht sich die Partei darauf, dass die Politik einem weiteren Investor, der Transport- und Baustoffhandelsgesellschaft Lüderitz aus Sachsen-Anhalt, im Dezember 2015 die Lagerung von rund 30.000 Tonnen Bauschutt auf dem Metropolpark erlaubt hatte. Dabei ging es auch um als „gefährliche Abfälle“ eingestuftes Material. Das Unternehmen hatte sich letztendlich nicht in Ahlhorn angesiedelt.

Aus Sicht der AfD sind die Anfragen der Investoren vergleichbar. Dem widerspricht die Verwaltung. Damals sei es um die Lagerung und nicht etwa um die Verarbeitung gegangen. Deswegen seien die Grundzüge der Planung im Jahr 2015 nicht berührt gewesen. Das sei nun allerdings anders. 

bor

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