Geflügelbetrieb plant Erweiterung 

Heidemark will Millionen in Ahlhorn investieren

Die roten Gebäude sind die geplanten Neubauten. Die große Kühlhalle ist rechts oben zu sehen, direkt anschließend sollen kleinere Lager, Verpackung und die Kistenwäsche unterkommen. In der Mitte des Geländes soll eine Werkstatt entstehen, bei den Klärbecken (links) eine Wasseraufbereitung.

Ahlhorn - Der Geflügelbetrieb Heidemark plant Investitionen in Millionenhöhe in den Standort Ahlhorn. Das Unternehmen stellte seine Pläne für die Erweiterung der Putenschlachterei am Donnerstagabend während der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses im Großenkneter Rathaus erstmals der Öffentlichkeit vor. Im Gespräch mit unserer Zeitung betonte der Geschäftsführer Produktion, Timo Macke, dass die Schlachtkapazität von 300 .000 Puten pro Sechs-Tage-Woche nicht gesteigert werden soll. „Das wollen und können wir nicht.“

Die Firma plane stattdessen, die Lagerkapazitäten zu erhöhen. Letztere sollen um 1 400 Quadratmeter (m²) für rund 1 500 Paletten und 1 800 m² für Kartons zunehmen. Hinzu kommt ein Tiefkühllager für maximal rund 12 .000 Paletten und auf einer Fläche von 3 000 m². Dieses wird von Robotern bestückt und soll aus technischen Gründen eine Höhe von 30 Metern haben.

 Bisher gibt es laut Macke kein Kühllager. Die Waren würden frisch abtransportiert. Das Unternehmen hofft, durch die Erweiterung flexibler auf die Anforderungen der Supermärkte reagieren zu können.

Wasser soll teilweise recycelt werden

Bei der Wasseraufbereitung setze Heidemark auf Nachhaltigkeit, so Macke. Benutztes und in einer der betriebseigenen Anlagen geklärtes Wasser soll Maschinen kühlen. Die Umsetzung ist für dieses Jahr geplant, während die restlichen Maßnahmen erst 2018 angegangen werden. In den Plänen enthalten ist auch ein weiteres Klärbecken, dessen Bau laut Macke aber nicht vorgesehen ist. „Wir wollen nicht mehr Wasser verbrauchen, wissen aber nicht, was für Neuerungen in der Zukunft anstehen“, sagte der Geschäftsführer mit Blick auf Umweltschutzvorgaben.

Zudem sollen ein Betriebsstofflager, eine Werkstatt, zwei Verpackungslinien und eine Kistenwäsche in mehreren zu errichtenden Gebäuden untergebracht werden.

Mit all diesen Maßnahmen verbraucht Heidemark aber nur rund ein Drittel der 6,7 Hektar Ausbaufläche neben dem Bestandsgelände an der Cloppenburger Straße (B 213). In den kommenden Jahren sei denkbar, Gebäude für die Wurstverarbeitung und Convenience-Produkte zu errichten, erklärte Macke.

Der Ausschuss stimmte dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan bei einer Enthaltung (Uwe Behrens, Kommunale Alternative) zu. 

bor

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