Unternehmen will Palettenlager in Ahlhorn errichten

Heidemark-Erweiterung soll 30 Meter hoch werden

Ahlhorn - Eigentlich hätte schon seit März gebaut werden können, doch die Pläne für die Erweiterung der Putenschlachterei Heidemark an der Cloppenburger Straße in Ahlhorn haben sich etwas verändert. Deswegen müssen sich die Gremien der Gemeinde Großenkneten noch einmal damit befassen.

Statt eines 25 Meter hohen Hochregallagers will das Unternehmen nun ein 30 Meter hohes vollautomatisches Palettenlager errichten. Da der vorhabenbezogene Bebauungsplan jedoch von einer Maximalhöhe von 25 Metern ausgeht, muss er geändert werden. Zuerst wird dies der Planungs- und Umweltausschuss am Donnerstag, 24. November, ab 17 Uhr im Rathaus besprechen. Die anschließenden Beratungen der weiteren Verfahrensschritte unter anderem im Gemeinderat und Verwaltungsausschuss werden sich voraussichtlich bis ins zweite Quartal 2017 ziehen.

Dabei hatte der Gemeinderat die Erweiterung auf dem rund sieben Hektar großen Gelände, das an den bestehenden Betrieb angrenzt, im März abgesegnet. Dem war ein langes Verfahren vorausgegangen. Heidemark wünscht sich schon seit Jahren eine Vergrößerung, war damit jedoch 2013 vorerst gescheitert, weil es Bedenken wegen einer möglichen Steigerung der Schlachtkapazitäten aus der Politik gegeben hatte.

Doch das Unternehmen verzichtet erst einmal auf sein Baurecht und will offenbar unbedingt das 30 Meter hohe Lager errichten. Die Zeitplanung bei Heidemark sei nicht so eng und auf die Zukunft ausgerichtet, erläuterte Großenknetens Gemeinderat Klaus Bigalke.

Kik und Feuerwehrhaus auf der Tagesordnung

Die Kommune schlägt ein beschleunigtes Verfahren vor, in dem die frühzeitige Bürgerbeteiligung wegfällt. Schon gegen das bisherige Vorhaben hatte es keine privaten Einwendungen gegeben. Einzig die Kommunale Alternative (KA) hatte sich immer wieder gegen die Erweiterung ausgesprochen. Hauptsächlich weil die Partei Heidemark nicht traute. Das Unternehmen hatte gegenüber der Gemeinde erklärt, nur neue Lager-, Büro- und Sozialräume, aber eben keine Schlachtmöglichkeiten zu schaffen. An dem Standort arbeiten rund 1 300 Mitarbeiter, die rund 250 000 Tonnen Putenprodukte pro Jahr herstellen.

Zudem befasst sich der Ausschuss mit der Erweiterung des Textil-Verkäufers Kik an der Wildeshauser Straße in Ahlhorn, der den ehemaligen Schlecker-Markt als Verkaufsfläche und für Büros nutzen möchte. Auch das neue Feuerwehrhaus in Huntlosen steht auf der Tagesordnung. Es geht nach wie vor um die Zahl der Stellplätze. Die Verwaltung meint, drei reichen aus. Die Feuerwehr will aber vier und dazu einen überdachten Waschplatz. Währenddessen ist die Politik sich noch uneins, was die beste Lösung ist. - bor

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Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Bornholt

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