Gymnasium in Ahlhorn: Schulausschuss hält sich an bestehenden „Fahrplan“

Trägerschaft geht frühestens 2017 an den Landkreis

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Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn bleibt voraussichtlich noch zwei weitere Jahre in der Trägerschaft der Gemeinde Großenkneten.

Ahlhorn/Landkreis - Von Karsten Tenbrink. Ganz so schnell, wie die Gemeinde Großenkneten gehofft hatte, geht es nicht. Und doch ist sie dem Ziel, die Trägerschaft des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ahlhorn an den Landkreis abgeben zu können, nun deutlich näher gekommen: Am Dienstag setzte der Schulausschuss des Landkreises ein deutliches Zeichen.

Die Kreisverwaltung soll „alle notwendigen Schritte“ zu einer Übernahme einleiten. Dafür sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig bei einer Enthaltung aus. Allerdings erst zum Schuljahr 2017/2018 und nicht, wie von der Gemeinde Großenkneten gewünscht, schon ein Jahr vorher (wir berichteten). Damit hält sich der Landkreis an eine Anfang 2013 entwickelte – und damals auch vom Großenkneter Gemeinderat gebilligte – Vorgehensweise.

„In der Vergangenheit ist über das Thema viele Male gesprochen worden“, erklärte Landrat Carsten Harings. 2007 beschloss die Gemeinde, bei der Landesschulbehörde die Erweiterung um eine Oberstufe zu beantragen. Im gleichen Jahr stimmte der Kreistag einer Ausdehnung des Schulbezirks auf die Gemeinden Wardenburg und Hatten zu, um höhere Schülerzahlen für die Ahlhorner Einrichtung zu ermöglichen und damit die Voraussetzungen für die Einrichtung der Oberstufe zu schaffen. Im Gegenzug verpflichtete sich die Gemeinde Großenkneten, die dadurch entstehenden Kosten für die Schülerbeförderung zu übernehmen.

Ende 2008 machte die Gemeinde deutlich, dass sie an einer Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis interessiert ist. Gespräche darüber lehnte der Landkreis bis zu einer Entscheidung der Landesschulbehörde über die Einrichtung einer Oberstufe ab. Als diese Voraussetzung 2012 erfüllt war, verwies eine breite Mehrheit im Kreisausschuss auf das Schuldenabbauprogramm und wollte abwarten, wie sich die Oberstufe in den bevorstehenden drei Jahren entwickelt.

Ähnliches kam bei einem Gespräch zwischen dem damaligen Landrat Frank Eger und Großenknetens Ersten Gemeinderat Klaus Bigalke im Februar 2013 heraus. Eine positive Entwicklung der Schülerzahlen vorausgesetzt, sagte Eger zu, „im Laufe des ersten Halbjahres 2016“ das Thema den politischen Gremien des Landkreises „zur positiven Beschlussfassung vorzulegen“. Der Rat der Gemeinde Großenkneten erklärte sich damals damit einverstanden unter der Maßgabe, „dass der Antrag auf Übertragung der Schulträgerschaft ab dem Schuljahr 2017/2018 rechtzeitig bei der Landesschulbehörde zu stellen ist“. Von einer „nach wie vor gültigen Vereinbarung“ sprach Harings daher, an die er gedenke, sich zu halten. Dementsprechend sah die Sitzungsvorlage aus: „Die Kreisverwaltung schlägt vor, es bei dem vereinbarten ,Fahrplan‘ zu belassen und zunächst dem Arbeitskreis Schulstruktur Gelegenheit zu geben, sich dem Thema zu widmen.“

Allerdings lag ein Antrag der FDP-Fraktion vor, die Übernahme doch schon in diesem Jahr zu behandeln, um sie gegebenenfalls bereits 2016 vollziehen zu können. Diesen Antrag formulierte Niels-Christian Heins (FDP) gestern jedoch kurzfristig um – mit dem genannten Ergebnis.

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