Ausschuss-Empfehlung für Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium

Grünes Licht für Schulsozialarbeiter in Ahlhorn

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Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn soll einen Schulsozialarbeiter bekommen.

Oberlethe - Einstimmig hat der Kreis-Schul- und Kulturausschuss am Dienstagabend empfohlen, eine 26-Stunden-Stelle für die Schulsozialarbeit am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) in Ahlhorn einzurichten. Rektor Wolfgang Reich-Kornett hatte im Hinblick auf die Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis eine Gleichbehandlung mit den anderen Gymnasien gefordert. Zum Hintergrund: Nach jahrelangen Verhandlungen hatte die Gemeinde Großenkneten die Hoheit über die Bildungseinrichtung zum August an den Landkreis abgegeben.

Zudem verweist der Oberstudiendirektor darauf, dass sich Ahlhorn seit der Auflösung des Fliegerhorstes zu einem der sozialen Brennpunkte des Landkreises entwickelt habe. So hätten 70 Prozent der Mädchen und Jungen, die die Grundschule im Ort besuchen, einen Migrationshintergrund. Der Anteil bei der benachbarten Graf-von-Zeppelin-Oberschule läge bei 71 Prozent.

„Das DBG ist bislang von diesen Veränderungen geringer betroffen gewesen, was sich aber sicherlich in den nächsten Jahren ändern wird“, meint Reich-Kornett. Derzeit käme es immer wieder zu „Reibungspunkten“ zwischen Schülern oder Gruppen des DBG und der Oberschule. „Das friedfertige Nebeneinander der beiden Schulen braucht ein gesamtpädagogisches Konzept, welches durch die Schulsozialarbeit am DBG unterstützt werden soll“, so der Pädagoge.

Die Grünen hatten während der Ausschusssitzung einen Antrag für eine volle, also 40-Stunden-Stelle formuliert. Dieser war jedoch mehrheitlich abgelehnt worden. Der nicht-öffentlich tagende Kreisausschuss wird sich am 11. Dezember abschließend mit der Materie befassen.

Oeljeschläger-Entscheidung am 19. Dezember im Rat

Des Weiteren hatte sich der Schul- und Kulturausschuss mit der Berufung des Wildeshauser und Berliner Verlegers Bernd Oeljeschläger als beratendes Mitglied zu befassen. Einhellig signalisierten die Politiker ihre Zustimmung dazu. Allerdings hat in dieser Sache der Kreistag das letzte Wort, der am 19. Dezember darüber entscheiden soll. Oeljeschläger soll kulturelle Informationen und Impulse in die Arbeit des Ausschusses einbringen. Er sitzt im Vorstand des Bürger- und Geschichtsvereins Wildeshausen.

Ebenfalls einhellig begrüßte der Ausschuss die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die Richtlinien für die Verteilung von jährlich 20 000 Euro im Kulturbereich verfassen soll. Mit dieser Summe will der Landkreis seine Kulturförderung in den kommenden Jahren ausbauen. Das hatte bereits der Kreistag Ende März beschlossen. Geht es nach der SPD, die die Mittelerhöhung federführend betrieb, ist die Ausschüttung breit gefächert: von der bildenden Kunst über die Heimatforschung bis hin zur plattdeutschen Sprache.

bor

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