Streit um illegale Nutzung von Wegeseitenrändern bei Sage

Grüne kritisieren Landwirtschaft

Eduard Hüsers (rechts) im Gespräch mit Bürgermeister Thorsten Schmidtke (links) auf der betroffenen Fläche. - Foto: Beumelburg

Sage - Immer mehr Landwirte beackern Wegeseitenränder, die ihnen nicht gehören, behauptet der Kreistagsabgeordnete der Grünen, Eduard Hüsers aus Huntlosen. Um das Problem zu thematisieren, hatte er für Montagabend Vertreter vom Landkreis Oldenburg, aus der Politik, vom Landvolk und der Gemeinde Großenkneten zu einer Ortsbegehung auf einem Acker an der L 871/Garreler Straße in der Nähe von Sage eingeladen.

Hüsers wirft einem Landwirt vor, an der dortigen Straße illegal Land in seinen Besitz gebracht und mindestens zwei Meter für die Bewirtschaftung genutzt zu haben. „Laut Landesbehörde gehören drei bis vier Meter der Fläche zum Straßenseitenraum.“ Auf Fotos, die Hüsers eigenen Angaben zufolge von einem besorgten Bürger erhalten hat, ist zu erkennen, dass bis auf wenige Zentimeter von den Birken an der Straße entfernt gepflügt wurde. Auf weiteren Bildern sind Schäden am Wurzelwerk der Bäume zu sehen, die daraufhin Ende April gefällt worden seien.

Ein Zustand, über den sich Hüsers ärgert. „Blühstreifen wurden nicht grundlos geschaffen. Wenn so etwas passiert, dann muss die öffentliche Hand entsprechende Maßnahmen ergreifen“, empörte sich der Politiker.

Er machte deutlich, dass Bauern die Grenzen respektieren sollen. „Die Fläche, die von Landwirten unberechtigt und in einem langsamen Prozess beackert wird, kann man zwar berechnen, den Schaden der dadurch entsteht, kann man aber nur schätzen“, sagte der Kreistagsabgeordnete. Er geht davon aus, dass insgesamt 200 Hektar im Landkreis Oldenburg unerlaubt bearbeitet werden und mahnte die Gemeindevertreter, sich mehr darum zu kümmern. „Wir stehen in Großenkneten in einem guten Dialog mit den Landwirten und vor allem mit dem Landvolkverband, und ich schätze, dass es sich hier um einen Einzelfall handelt.“

Dennoch könne es laut der Kreistagsabgeordneten Gabriele Roggenthien (Grüne) nicht sein, dass sich Landwirte durch solche ungesetzlichen Maßnahmen einen wirtschaftlichen Vorteil verschaffen.

Auch der Vorsitzende des Kreislandvolkverbands, Jürgen Seeger, will hier mit den Kommunen an einem Strang ziehen und wird diesen Vorfall während der nächsten Zusammenkunft besprechen, sagte er. - jb/bor

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