122.000 Euro weniger Energiekosten

Pilotprojekt: Großenkneten senkt Stromverbrauch um 18 Prozent

Großenkneten - Die Gemeinde Großenkneten hat in den vergangenen Jahren gut 122.000 Euro weniger für Energie ausgegeben als geplant. Die Ergebnisse des vierjährigen Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Versorger EWE wurden am Donnerstagabend während der Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses der Kommune vorgestellt.

Dem Bericht von EWE zufolge, hat die Gemeinde im Rahmen des „Energiecontrollings im Einsparcontracting“, wie das Oldenburger Unternehmen sein Projekt getauft hat, von 2013 bis 2016 etwa 92.500 Euro in kleinere Maßnahmen investiert. Dazu gehörten der Austausch alter Lampen gegen LEDs, der Einbau von Hocheffizienzpumpen in Heizungssysteme sowie die Erneuerung von Teilen derselben und Perlatoren für Wasserhähne, die den Verbrauch senken.

EWE erhält als Partner 61.000 Euro

Die EWE kassierte für ihre Beratung und Analysen die Hälfte des eingesparten Geldes – also etwa 61.000 Euro. Allerdings galt diese Vereinbarung nur für den Projektzeitraum, der abgelaufen ist. Das bedeutet, die rund 43.000 Euro, die die Gemeinde in diesem Jahr bei den Energiekosten spart, bleiben vollständig in der kommunalen Kasse. Insgesamt sollen die jährlichen Ausgaben im Vergleich zu 2012 am Ende dieses Jahres um 15 Prozent gesunken sein.

Der Verbrauch für Wasser fiel im vergangenen Jahr sogar um knapp ein Viertel (24 Prozent) niedriger aus als 2011, wie aus den Statistiken von EWE hervorgeht. Konkret sank er von rund 11.000 auf etwas mehr als 8000 Kubikmeter pro Jahr.

Beim Strom fällt der Erfolg mit einer Einsparung von 18 Prozent etwas schlechter aus. Statt 1300 Megawattstunden (2011) verbrauchte die Gemeinde in ihren 18 kommunalen Liegenschaften und allen Laternen 2016 noch rund 1100 Megawattstunden. Der Löwenanteil entfällt mit deutlich mehr als zwei Dritteln auf die Straßenbeleuchtung. Zu den Liegenschaften gehören unter anderem sechs Schulen, genauso viele Sporthallen, vier Feuerwehrhäuser, Kindergärten und das Rathaus.

Vorreiterrolle im Klimaschutz übernommen

Der Wärmekonsum entwickelte sich ähnlich und sank von etwas mehr als 3500 auf knapp unter 3000 Megawattstunden. Erdgas ist mit mehr als Megawattstunden die am meisten genutzte Wärmequelle. Hinzu kommt ein Blockheizkraftwerk.

Die Energie- und Wasserverbräuche der kommunalen Liegenschaften wurden genau wie die CO2-Emissionen gesenkt, bilanziert EWE. Zudem habe die Gemeinde Verantwortung und eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz übernommen. Bis auf Großenkneten führte der Oldenburger Versorger das Projekt nur noch in Westerstede durch, und es sieht so aus, als bliebe es dabei.

Auf der Plus-Seite listet EWE des Weiteren die langfristige Entlastung des kommunalen Haushalts, die Sensibilisierung der Mitarbeiter und Nutzer auf. „Ohne das Projekt wäre das Thema vermutlich nicht so intensiv behandelt worden“, heißt es abschließend im Bericht des Unternehmens.

bor

Rubriklistenbild: © dpa

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