Großenkneter Frühlingsmarkt mit Stock-Car-Rennen und Comedyabend

Gnadenlose Wettkämpfe in schrottreifen Autos

Im wahrsten Sinne des Wortes „heiß“ ging es zu beim Stock-Car-Rennen auf dem Großenkneter Frühlingsfest. Dieses Auto mit der Nummer 46 fing nämlich Feuer. - Foto: Beumelburg

grossenkneten - Comedy und ein Stock-Car-Rennen gehörten zu den Höhepunkten des diesjährigen Frühlingsmarkts auf dem Wilhelm-Wellmann-Platz in Großenkneten. Perfektes Wetter sorgte für einen riesen Andrang Die Organisatoren, allen voran Vorsitzender Andreas Turkowski vom Marktausschuss, zeigten sich über die Resonanz bei allen Veranstaltungen zufrieden.

„Schon zum Comedyabend, waren mehr als 150 Gäste gekommen. Comedian Gude Gerd – alias Gerd Brömser aus Rüdesheim-Aulhausen – stellte sein neuestes Bühnenprogramm vor. Es war ein rheinischer Humor vom Feinsten. Für ihn war es dennoch fast ein Heimspiel, da er als Kind seine Ferien oft in Großenkneten verbrachte. Schon vor der Pause lief er zur Hochform auf und zog das Publikum in seinen Bann. So klärte er seine Zuhörer in Sachen Computersprache auf. „Ihr elektronischer Rechner, also Computer, setzt sich aus sogenannter Eisenware (Hardware) und weichem Zeug (Software) zusammen.“ Solch gezielte Pointen sorgten für einige Lachsalven, kaum ein Auge blieb trocken. Die Sicht der älteren Generation auf die heutige Jugend und die unabänderliche Veränderung in der Gesellschaft bietet immer wieder Stoff für kabarettistische und humorvolle Betrachtung. Und als Gerd dann noch Udo Lindenberg nachahmte, war alles aus dem Häuschen. Seine Darbietungen wurden bejubelt, und er musste entsprechende Zugaben geben.

Böllerschüsse zur Markteröffnung

Doch mit dem Abend war es noch nicht genug. Am Tag darauf wurde der Markt mit drei Bollerschüssen eröffnet, bevor Michael Krüger die Fahrradversteigerung moderierte. Viele der ausgedienten Fahrräder kamen in diesem Jahr nicht vom Fundbüro, sondern Privatanbieter. So konnten 21 Fahrräder, fünf Handys, eine komplette Golfausrüstung und eine Gartenbank meistbietend den besitzer wechseln.

Um Punkt 14 Uhr startete die erneute Auflage des bereits überregional bekannten Stock-Car-Rennens, bei dem über 30 Piloten an den Start gingen. Am Sonnabendnachmittag brach auf dem Acker die PS-Hölle aus, auf dem sich zu allem entschlossene Piloten gnadenlose Wettkämpfe in schrottreifen Autos lieferten. Fast fünf Stunden lang waren erbarmungslose „Rambos“ unterwegs: Drängler, Schubser sowie Verkehrsrowdys die nur eines kannten: Die Konkurrenz mit allen Mitteln ausschalten. Und so war es kein Wunder, dass es ständig krachte und schepperte. Sogar die Feuerwehr kam zum Einsatz. Denn nach nur wenigen Runden fing das Fahrzeug von Gorden Bargmann aus der Gemeinde Großenkneten Feuer und musste gelöscht werden. „Die Freiwillige Feuerwehr leistet neben dem Rettungsdienst von den Johannitern großartige Unterstützung“, lobte Moderator Michael Krüger. Die Unfälle verliefen allesamt glimpflich: Als sich das eine oder andere Fahrzeug überschlug, kam es zu keinen schwerwiegenden Verletzungen. Am Ende blieb im Crash-Finale nur noch ein einigermaßen fahrbereiter Wagen übrig, ein Golf drei, mit Lasse Korte am Steuer.

Die Fahrer hatten schon wochenlang an den alten Autos geschraubt, um sie für das Rennen fit zu machen. Auch Nico Wagner, Lennart Bauer und Claas Coorßen aus der Gemeinde Großenkneten. Mit ihren 16 Jahren waren sie die jüngsten Teilnehmer an diesem Rennen. Bei der Gesamtwertung konnte Rolf Wennekamp aus Großenkneten seinen Siegertitel nicht verteidigen, er erreichte Platz drei. Gesamtsieger wurde Thomas Grotelüschen vom Team „100 Prozent Chaoten“ gefolgt von Uwe Künnen vom Team Wiese. - jb

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