Gewerbe- und Industriegebiet: FDP bringt Gemeinde Großenkneten ins Spiel

Interkommunales Projekt hat weiteren Interessenten

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Drei Kommunen im Landkreis planen ein gemeinsames Gewerbegebiet – mit Großenkneten könnte bald eine vierte hinzukommen.

Landkreis - Von Karsten Tenbrink. Hockensberg? Warum nicht Ahlhorn? Das dachte sich die Fraktionsvorsitzende der FDP im Großenkneter Gemeinderat, Imke Haake, als sie von den Plänen für ein interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet hörte. Die Liberalen wollen nun ausloten, ob und wie die Gemeinde Großenkneten in das Projekt einsteigen kann.

Wie berichtet, hatten Ende April die Gemeinden Dötlingen und Prinzhöfte sowie die Stadt Wildeshausen ihre Absicht erklärt, gemeinsam ein Gewerbe- und Industriegebiet auf die Beine zu stellen. Entstehen soll es auf einem Gelände mit 22 Hektar Nettobaulandfläche an der Bundesstraße 213 im Dötlinger Ortsteil Hockensberg. Ihre Unterstützung für das Vorhaben haben die Samtgemeinde Harpstedt, zu der Prinzhöfte gehört, und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO) signalisiert.

„22 Hektar Fläche sind für ein interkommunales Gebiet viel zu klein“, findet Haake. „In Ahlhorn stehen mehr als 100 Hektar zur Verfügung, es müssen dort nicht erst Bäume gefällt werden und es gibt schon einen rechtskräftigen Bebauungsplan.“ Sie möchte deshalb möglichst bald mit der Betreibergesellschaft Metropolpark Hansalinie erste Gespräche führen, ob und wie sich ein gemeinschaftliches Engagement der Kommunen auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes realisieren lässt – entweder als Partner des privaten Investors oder durch einen Kauf von Flächen. Danach könnte sich die Gemeinde darum bemühen, in das gemeinsame Projekt von Wildeshausen, Dötlingen und Prinzhöfte einzusteigen und ihnen den Standort Ahlhorn schmackhaft zu machen.

„Die Idee ist richtig klasse“, sagt Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke zur Zusammenarbeit der Kommunen in Sachen Gewerbegebiet. Was die Erfolgsaussichten angeht, sie auf dem Gelände in seiner Gemeinde umzusetzen, ist er allerdings nur bedingt optimistisch: „Ich glaube nicht, dass wir dieses Gebiet besser vermarkten können, als der Metropolpark selbst.“ Schließlich handele es sich um ein bestens vernetztes Unternehmen, das sich sehr professionell darum bemüht, dass sich Gewerbe und Industrie auf dem Areal in Ahlhorn ansiedeln.

Haake allerdings wittert gerade deshalb eine Chance für die Kommunen: „Das Unternehmen versucht vielleicht eher, einen richtig dicken Fisch an Land zu ziehen, und spricht weniger die kleinen und mittelständischen Betriebe an“, kann sie sich vorstellen. Wenn sich ein Unternehmen zum Beispiel in Wildeshausen vergrößern wolle, in der Kreisstadt aber nicht die Möglichkeit dazu hat, könnte es zwischen den Kommunen nach Ahlhorn vermittelt werden. Und die Stadt Wildeshausen bekäme wegen der Kooperation dann einen Teil der Gewerbesteuer ab. „Das ist für alle Beteiligten besser, als wenn das Unternehmen in eine andere Region abwandert.“

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