Gemeinderat entscheidet im Juli über Millionenprojekt am „Westerholtkamp“

Ahlhorn soll eine neue Sporthalle bekommen

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In unmittelbarer Nähe zum Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn will die Gemeinde Großenkneten eine neue Sporthalle bauen.

Ahlhorn - Von Karsten Tenbrink. Eine neue Sporthalle soll in den kommenden Jahren in Ahlhorn entstehen. Der Infrastrukturausschuss hat sich bereits einstimmig für das Millionenprojekt ausgesprochen, der Gemeinderat entscheidet darüber Anfang Juli. Alternative Pläne, bei denen vorhandene Hallen erweitert werden sollten, sind inzwischen vom Tisch.

Der Bedarf bei Schulen und Vereinen in Ahlhorn ist da. Das hatte eine Erhebung der Verwaltung im vergangenen Jahr ergeben, nachdem die CDU-Fraktion im Gemeinderat dazu den Anstoß gegeben hatte. Drei Alternativen wurden daraufhin erarbeitet und auf ihre Tauglichkeit überprüft.

So gab es zum einen die Idee, die ehemalige Tennishalle an der Straße „Zum Sportzentrum“ umzubauen. Allein der Kaufpreis hätte jedoch 425000 Euro verschlungen, die Kosten für eine vollständige Sanierung hätten bei knapp drei Millionen Euro gelegen. „Unwirtschaftlich“ lautete daher das Urteil der Gutachter.

Auch eine Erweiterung der bestehenden Schulsporthalle an der Straße „Am Lemsen“ kam in Betracht. Einschließlich einer Tribüne mit 150 Plätzen hätte dieses Vorhaben voraussichtlich rund 2,8 Millionen Euro gekostet. Entscheidende Nachteile dieser Variante: Für die Erweiterung hätten viele Bäume auf der Fläche nördlich des bestehenden Gebäudes gefällt werden müssen, die „von entscheidender Bedeutung für die Qualität des Pausenhofs der Schulen“ sind und „dem Schutz des Nachbargrundstücks“ dienen. Außerdem hätte die Zufahrt zur dortigen Holzhackschnitzel-Heizanlage verlegt werden müssen, wofür sich keine Lösung anbot. Zu guter Letzt hätte sich auch die ohnehin schon problematische Parkplatzsituation weiter verschärft. In Anbetracht dieser Situation beurteilten die Gutachter diese Pläne als „wenig sinnvoll“.

Folglich entscheidet der Gemeinderat nun über eine Verwirklichung von Variante drei. Die sieht einen kompletten Neubau im Bereich der Straßen „Westerholtkamp“ und „Zum Sportplatz“ vor. Das entsprechende Grundstück hat die Gemeinde bereits erworben. Entstehen soll eine Halle mit einer nutzbaren Sportfläche von insgesamt 968 Quadratmetern, aufgeteilt in zwei Felder, und eine Tribüne mit knapp 200 Plätzen. Hinzu kommen die erforderlichen Nebenräume, wie zum Beispiel Umkleiden. Als Vorbild könnte die Halle in Huntlosen dienen. Wie dort soll auch die Auftragsvergabe in Ahlhorn nach einer beschränkten Ausschreibung und einem öffentlichen Teilnahmerwettbewerb an einen Generalunternehmer erfolgen. Das Vergabeverfahren soll spätestens im kommenden Jahr abgeschlossen sein.

Darüber hinaus sehen die Planungen vor, den Neubau mit der geplanten Erweiterung des Gymnasiums zu verknüpfen. Wie berichtet, soll dabei unter anderem eine Mensa entstehen. In einem 250 Quadratmeter großen, multifunktionalen Raum sollen bis zu 60 Schüler beim Essen Platz finden. Daneben könnte der Raum für den praktischen Musikunterricht (darstellendes Spiel) genutzt werden. Hinzu kämen einige Funktionsräume, wie beispielsweise Cateringküche, Lager und WCs.

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