Großenkneter Ausschuss stimmt höherer Schulbetriebskostenpauschale zu

Gemeinde möchte vom Kreis mehr Geld pro Schüler

Großenkneten - Die in den Gemeinden Hatten und Wardenburg umstrittene Anhebung der Schulbetriebskostenpauschale hat am Donnerstag eine weitere Hürde genommen: Der Schul- und Sportausschuss der Gemeinde Großenkneten stimmte einhellig für die Steigerung der Summe, die der Landkreis seinen Kommunen jedes Jahr pro Schüler der fünften bis zehnten Klasse überweist.

Im Kern geht es darum, dass der Landkreis seinen Gemeinden einen Zuschuss zu den Schulbetriebskosten im Sekundarbereich I in Höhe von mindestens 50 Prozent gewähren muss. Darunter fällt alles von der Kreide bis zur Instandhaltung.

Da die Ausgaben für den Unterhalt in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind, wollen die Gemeinden mehr Geld, das die Kreisverwaltung ihnen nach schwierigen Verhandlungen mit den Bürgermeistern auch zugestehen will.

Konkret geht es um einen Anstieg der bisherigen 420 Euro pro Schüler und Jahr auf 613 Euro sowie eine fortlaufende Anpassung der Kosten in Bezug auf allgemeine Preisanstiege. 420 und 613 Euro sind jeweils der Anteil des Landkreises, also 50 Prozent, an der auf 840 beziehungsweise 1 226 Euro festgesetzten Pauschale.

Bleibt nur noch, das entscheidende Votum der Politik einzuholen, was nun nach und nach geschieht. Der Kreistag wird sich nicht vor Juni mit dem Thema befassen.

Zwischen Wardenburg und Hatten knirscht es zudem ein wenig, weil viele Wardenburger Schüler auf eine Oberschule in Sandkrug gehen. In diesem Fall übernimmt der Kreis wie sonst auch 50 Prozent der Kosten, den Rest bezahlt allerdings die Gemeinde Wardenburg an Hatten. Und für diese Zahlung gilt nach wie vor eine Vereinbarung von 420 Euro pro Schüler und Jahr. Ob diese Zahl auch angehoben wird, ist noch unklar und muss zwischen beiden Kommunen verhandelt werden.

Zurück zur Situation in Großenkneten. Die neue Pauschale sei auskömmlich, meint die Gemeindeverwaltung in der Sitzungsvorlage. Während der Sitzung konkretisierte Gemeinderat Klaus Bigalke dies: Die Kommune rechnet mit Kosten von 890 Euro pro Schüler, kommt also bei einer Pauschale von 1 226 Euro mehr als gut weg.

Dass Großenkneten so gut da steht, hängt auch damit zusammen, dass die Schulen saniert sind. Bei diesen Gebäuden sind Unterhaltungskosten naturgemäß niedriger als bei Schulen, deren letzte Sanierung Jahre oder Jahrzehnte her ist. „Wir haben unsere Investitionen abgeschlossen“, so Bigalke. - bor

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