Gebäude soll als Orientierungspunkt dienen / Neue Wanderkarte vorgestellt

Forstamt weiht „Bärenhütte“ im Urwald Ahlhorn ein

+
Hubert Krogmann (im Vordergrund) fertigte die Hütte mit seiner Kettensäge. Die Bürgermeister Thorsten Schmidtke (Großenkneten, links) und Michael Fischer (Emstek, rechts) weihten das Gebäude mit Forstamtsleiterin Regina Dörrie (3. von links) ein.

Ahlhorn - Von Ove Bornholt. Die kleine, aber feine „Bärenhütte“ im Urwald Ahlhorn soll Naturfreunden künftig als Zwischenstation und Orientierungspunkt dienen. Am Freitag wurde sie eingeweiht. Zudem stellte das Forstamt Ahlhorn eine Wanderkarte vor, die in einer Auflage von 10 000 Stück erschienen ist.

Forstwirtschaftsmeister Hubert Krogmann, im Umgang mit der Kettensäge geübt, fertigte die Hütte innerhalb einer Woche aus Robinien-Holz an. Die Material- und Arbeitskosten liegen bei rund 2500 Euro. Um ihrem Namen gerecht zu werden, blickt ein fein geschnitzter Bärenkopf überm Eingang des Gebäudes in die Landschaft.

Die Baumaßnahme ist Teil der schon seit Jahren beschrittenen Öffnung des Areals für den Tourismus und die Naherholung. Eine Richtung, die Thorsten Schmidtke, Bürgermeister der Gemeinde Großenkneten, und Michael Fischer, Verwaltungschef in Emstek, nach wie vor mittragen. Ihren Kommunen gehört jeweils ein Teil des Areals rund um die Ahlhorner Fischteiche. Vor zehn Jahren hatten sich beide Gemeinden verpflichtet, die Verkehrssicherungspflicht für die Waldwege zu übernehmen, sodass die Gegend für Bürger geöffnet werden konnte. Diese ist für Schmidtke „das Kleinod, mit dem wir am meisten wuchern können, auch überregional“. Vielfach seien solche Gebiete abgeschottet, gab er zu Bedenken.

Kollege Fischer stimmte zu, verwies aber auf aktuelle Schwierigkeiten. „Es ist wichtig, dass der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband die Grundwasserförderung zurückfährt, damit wir hier keine Wüste haben“, betonte er. Wegen fallender Pegel hatte der Verband einen Runden Tisch organisiert, bei dem es unter anderem um das Thema „Wasserbedarf“ ging.

Notfalltreffpunkte eingezeichnet

Zusätzlich zur neuen Hütte präsentierte das Forstamt auch die neue Wanderkarte. Im Wesentlichen handelt es sich um eine aktualisierte Version. Neu eingezeichnet sind Findlinge, das Denkmal für Kulturfrauen, die den Wald nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufforsteten, der 4,5 Kilometer lange Brunnenweg und drei Notfalltreffpunkte – im Norden, Süden und beim Blockhaus. Diese dienen bei plötzlichen Erkrankungen oder Verletzungen als Anlaufpunkte für den Rettungsdienst. Die Großleitstelle Oldenburger Land ist über die Standorte informiert. Im Notfall soll der nächstgelegene Treffpunkt angegeben werden. Pro Jahr besuchen mehrere Zehntausend Gäste das Areal. Die Wanderkarte liegt bei Tourist-Infos, in den Rathäusern Großenkneten und Emstek sowie dem Forstamt Ahlhorn aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sommerfest des Vereins „Rumänische Findelhunde“ in Daverden

Sommerfest des Vereins „Rumänische Findelhunde“ in Daverden

55. Dümmerbrand in Hüde

55. Dümmerbrand in Hüde

MTV Bücken feiert 120-jähriges Bestehen 

MTV Bücken feiert 120-jähriges Bestehen 

Trump will mit Großkundgebung wieder in die Offensive gehen

Trump will mit Großkundgebung wieder in die Offensive gehen

Meistgelesene Artikel

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Auto prallt frontal gegen Baum - Fahrer stirbt

Auto prallt frontal gegen Baum - Fahrer stirbt

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Kommentare